Lebendige Beiträge

Sehr oft fuhren meine, am 24. 03. 2005 verstorbene Edith  und ich in die verschiedensten fremden Länder, in Urlaub.

Jetzt fahre ich mit meiner Freundin und Geliebten Uschi, sie ist ebenso eine "Reisetante", in die Weltgeschichte.

Von diesen Urlaubsreisen brachten und bringen wir landesübliche  Kochrezepte mit. Wir haben sie alle, zum Nachkochen, ausprobiert.

Es wäre schön, wenn der Interessent / Leser, mir im Gästebuch zur Aktion "Rezepte"  seine Meinung "sagt".

Aber auch andere Beiträge der verschiedensten Kategorien werde ich hier einfügen denn, Kaleidoskop heißt: "Lebendig - bunte Folge".


                                             Zurück zu den Wurzeln -

Eine Reise in die Vergangenheit

   Ein Besuch 2008 in Oppeln und noch wo anders.

 

 

Der Name Oppeln oder heute auch Opole stammt von einem Stamm der  Westslawen ab, die mit Opole ein Gebiet bezeichneten, in dem ein Zusammenschluss von mehreren Siedlungen mit einem zentralen Ort bestand. Der Stadtname entwickelte sich von der slawischen Form Opule bzw. Opole im 12. Jahrhundert zu Opole, Oppol und Opul im 13. Jahrhundert. Aus den lateinischen Versionen Oppelia, Oppolia und Opulia im Mittelalter entstanden die eingedeutschten Bezeichnungen Opel, Oppel und Oppeln.

Oppeln entstand im 10. Jahrhundert als Gauhauptburg der Opolanen.

Die Opolanen waren ein westslawischer Volkstamm und gleichzeitig einer der fünf, in Schlesien im 9.Jahrhundert ansässigen Stämme.

Dieser vermischte sich im 5. Jahrhundert mit den in „Schlesien“ ansässigen Lugiern und bildete durch einen Jahrhunderte andauernden Prozess die schlesische Kultur aus.

Um 990 gelangt der Volkstamm der Opolanen, wie ganz Schlesien, für die nächsten 358 Jahre in den polnischen Staat.

Eine der bekanntesten Siedlungen der Opolanen lag auf der Pascheke-Insel in der heutigen Stadt Oppeln, die 1968 bei Ausgrabungen entdeckt wurde. Westlich dieser Siedlung der Opolanen wurde die neue Stadt Oppeln ( heutige Altstadt ) zwischen 1211 und 1217 durch Herzog Kazimir angelegt.

Das linke Bild zeigt Oppeln in verschiedenen Gründungsphasen, das rechte Bild der Stadtplan von Oppeln, heute.

Schwere Verwüstungen erfolgten in den Hussitenkriegen (1419-1436). Auch in der Folgezeit gab es viel Not, die Höfe der Bauern verödeten teilweise. Die bis dahin sesshafte Bevölkerung vermischte sich. Teilweise setzte sich die deutsche, teilweise die polnische bzw. mährische Sprache durch. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts war an Stelle von Latein Deutsch die Amtsprache geworden.

Nach den Hussitenkriegen wurde  in Oberschlesien die tschechische ( nicht die polnische ! ) Sprache die Hauptsprache.

Tschechisch war damals besonders die Sprache des oberschlesischen Adels.

Aus der Sprache konnte man nicht auf die Abstammung der Bewohner schließen, da die oberschlesische Bevölkerung zwar ein einheitliches Volk war, aber drei Sprachen sprach nämlich, deutsch – polnisch – tschechisch.

1526 fiel die Stadt, wie ganz Schlesien und Böhmen, an die Habsburger. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Schlesien unter Friedrich II. an Preußen.

Von 1816 bis 1945 war Oppeln die Hauptstadt des gleichnamigen preußischen Regierungsbezirks und von 1919 bis 1938 auch der Verwaltungssitz der Provinz Oberschlesien.

Ein wenig zur Erklärung der heutigen Situation.

Mit stiller Duldung der französischen Besatzungsmacht nach dem 1. Weltkrieg, wurde eine Volksabstimmung durchgeführt, ob Oberschlesien zu Polen oder zu Deutschland gehören soll.

Bei der Volksabstimmung am 20. März 1921 stimmten 20816 Wahlberechtigte ( 94,7 % der abgegebenen Stimmen ) für einen Verbleib beim Deutschen Reich, 1098 für Polen ( 5,0 % ).

Ungültig waren 70 Stimmen ( 0,3 % ).

Die Wahlbeteiligung betrug 95,9 %.

Bis zur Abtretung Ostoberschlesiens an Polen im Jahre 1922 gehörte auch das Oberschlesische Industrierevier  rund um Kattowitz zum Oppelner Regierungsbezirk.

Neben Deutsch als Verkehrssprache gebrauchten viele Oppelner bereits vor 1945 einen slawischen Dialekt, das Oberschlesische, das auch „Wasserpolnisch“ genannt wird.

Die Kriegsfolgen erreichen Oppeln wenige Monate vor Kriegsende.

Anfang und Mitte Januar 1945 ( 19. 01. 1945 ) wird die deutsche Bevölkerung mit Zügen nach Breslau evakuiert oder ging als Flüchtlingstreck in alle Him- melsrichtungen vor allem in die Tschechei oder Richtung Westen.

Am 23./ 24. Januar 1945 werden die westlichen Stadtteile westlich der Oder durch ukrainische Truppen und am 15. März 1945 das restliche Stadtgebiet und die Altstadt durch polnische Truppen erobert. Bei der Einnahme der Stadt befinden sich nur noch 170 Menschen hier ( 25. März 1945 ).

Schon kurz nach Kriegsende treffen die ersten polnischen Umsiedler aus den polnischen Ostgebieten, von wo sie durch die Sowjetunion vertrieben wurden, sowie ein Teil der deutschen Zivilbevölkerung ( vor allem aus den Vororten ) in der Kernstadt Oppeln ein.

Da viele Deutsche neben Deutsch den oberschlesischen Dialekt sprachen, führte dieser Umstand dazu, dass die polnische Verwaltung nach 1945, anders als in Niederschlesien, keine flächendeckende Zwangsaussiedlung durchführte, sondern vielen Bewohnern die Möglichkeit gab, als so genannte Autochthone ( Alteingesessene ) ein Bleiberecht zu erhalten.

Da auch manche Deutschsprachige diesen Weg nutzten, blieb in Oppeln und Umgebung eine deutschpolnische bzw. oberschlesische Minderheit zurück, die nicht vertrieben wurde.

Dazu später noch mehr.

Nun zu unserer Reise in die Vergangenheit.

Meine Uschi und ich, ihr Bruder Klaus mit seiner Frau Christine und meine Schwester Brigitta, wollten noch einmal oder wieder einmal, zu den Wurzeln unserer Familie zurückkehren ( außer Christina, sie stammt aus dem Westerwald ).

Dieser Wunsch war der Anlass, dass ich bereits im September 2007 eine Reise in die „Ahnenzeit“ buchte.

Dazu kam noch, dass sich plötzlich und unerwartet  eine ( ich glaube, man nennt das Großnichte oder so ähnlich: ihr Opa Rudolf und mein Vater Konstantin waren Brüder ) Danuta Proks ( polnische Schreibweise ) bei mir meldete.

Das führt dazu, dass der „Hauptbericht“ in erster Linie Oppeln behandelt.

( Das Bild: l.: Danuta; m: ich; r.: Gitta.

Reisezeit:

13. 04. bis 18. 04. 2008.

 

Sonntag: 13. 04. 2008:

 

Eine Reise, über ca. 800 km, die uns von Limburg, eigentlich genau von Neu – Isenburg, neben Oppeln, auch  nach Tschenstochau, Krakau und Breslau führte.

Denn von Limburg nach Neu – Isenburg fuhren wir mit dem PKW von Klaus.

Die Fahrt mit 450 PS, im modernen Reisebus verlief reibungslos, ohne Stau außer, dass sie ( für mich ) langweilig war.

Nach dem Grenzübergang Görlitz auf dem Gebiet Polens merkte man, dass man Deutschland verlassen hatte.

Zugegeben, später im Landesinneren konnte man fast überall auf den Parkplätzen und auch sonst überall Ordnung und Sauberkeit feststellen.

Und was überall besonders auffiel, man sah nur ganz wenige Leute auf der Straße rauchen und das jemand Kippen auf die Gehwege oder Straßen wie bei uns in Deutschland warf, habe ich überhaupt nicht gesehen.

Irgendwann einmal waren wir Nachmittag da, „Absteige“ im Hotel Festival.

Wenn wir auch nicht selber fahren mussten, glaubt mir, das erste Bier nach der Fahrt schmeckte prima.

Im Hotel konnte man sogar mit Euro bezahlen.

Ein genauerer Bericht über Oppeln folgt noch weiter hinten.

 

 Montag:14. 04. 2008

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging’s ab nach Tschenstochau, dem berühmten polnischen Wallfahrtsort.

Im 2. Weltkrieg durch die deutsche Luftwaffe gesucht, aber nie gefunden.

Der Ort liegt am Westufer der Wartha.

Vom „Rynek“ ( Marktplatz ) führt eine gerade Straße zur Anhöhe „ Jasna Gora“. Hier liegt der Klosterkomplex, in dessen Kirche das Marienbild der „Schwarzen Madonna“ hängt.

Während der Hussitenkriege (1419 bis 1434 bzw. 1439 ) wurde das Kloster geplündert und gebrandschatzt und das Madonnenbild durch einen Schwerthieb geschändet.

Heute gehört es zum polnischen Nationalgefühl.

Wohl in der Hoffnung, die dem Volk geschlagenen Wunden möchten ebenso wundersam geheilt werden wie der Schwerthieb im Madonnenbild, strömten die Polen nach Tschenstochau und machten das Gnadenbild zum Nationalheiligtum. Maria wurde zur „Königin und Schutzpatronin von Polen“.

Auf dem Bild sind im Gesicht deutlich die Schwertspuren zu sehen.

Gemäß einer Sage wurde das berühmte Gnadenbild vom hl. Lukas, dem Evangelisten, auf dem Tisch in einem Haus in Nazareth gemalt. Das Bild soll später vom Kaiser Konstantin aus Jerusalem nach Konstantinopel ( heute: Istanbul ) mitgenommen und dort in eine Kirche gebracht worden sein. Durch den Fürst von Ruthenien ( Karpatoukraine ), Lev, kam das Gnadenbild nach Polen. Das Bild wurde in Belz ( Stadt in der Ukraine ) verborgen. und 1382 von Ladislaus von Oppeln aufgefunden.

Nach dem Sieg über seine Feinde, den er der Mutter Gottes zuschrieb, nahm er das Bild nach Tschenstochau mit und übergab es dem Paulinerorden.

Die Ergebnisse der neuesten wissenschaftlichen Forschung weisen darauf hin, dass das Bild ursprünglich eine aus dem 6.-9. Jh. stammende byzantinische Ikone vom Typ der "Hodigetria" ("die den Weg weist") ist was aber der Anbetung keinen Abbruch tut.

Vor allem 1655 musste die Madonna ihre überirdische Macht beweisen, als das Kloster von ein paar Mönchen und ein paar schlecht bewaffneten Bauern gegen eine, während des 30jährigen Krieges wohl erprobte Truppe des Schwedenheeres, verteidigt werden konnte.

Weltweit ist inzwischen die Pilgerschaft nach Tschenstochau in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Groß geschrieben wird hier ( natürlich auch in ganz Polen ) die Liebe zur Heimat.

Veteranen der polnischen Armee nehmen regelmäßig an Gedenkgottesdiensten zur Ehren toter Kameraden teil.

Keiner kann sich der Faszination von Tschenstochau entziehen, wo der  katholische Glaube und die Frömmigkeit  in unnachahmlicher Weise zum Ausdruck kommt.

Was besonders auffiel, waren Massen von Jugendlichen allen Alters, die mit Inbrunst ihren Glauben zeigten.

 

Dienstag: 15. 04. 2008

Krakau, heute noch die heimliche Hauptstadt Polens und die Kulturhauptstadt des Jahres 2000, dieser Stadt war der heutige Tag gewidmet.

Krakau, die ehemalige Hauptstadt von Polen war über Jahrhunderte die Residenz der polnischen Könige. Hier wurde die älteste Universität Polens gegründet, hier reihen sich gotische Gebäude neben den, im Renaissance- und Barockstil errichteten, Bauwerken.

“Die Perle Polens“ mit ihrer historischen Altstadt wurde schon 1978 durch UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.

Wir  fingen unsere Besichtigung an der alten Stadtmauer an der Weichsel an und stiegen hinauf zum Wawel, vorbei am „Feuerspeienden Drachen“, der eine „Jungfrau“ im Wawelberg bewacht.

Die Burg liegt auf einem Hügel.

Von hier aus herrschten die polnischen Könige über das Land.

Bis zum 17. Jahrhundert war auf dem Wawel ihr Hauptsitz.

Diese Anlage hat viel zu bieten. Wir konnten die gotische Kathedrale, die Krönungskirche der polnischen Könige und die letzte Ruhestätte vieler polnischer Könige besuchen.

Unser weiterer Spaziergang führt uns durch die Kanonicza Straße, eine der schönsten in der Altstadt, in das Universitätsviertel.

Die Jagiellonen - Universität wurde im Jahre 1364 gegründet und damit gehört sie zu den ältesten Universitäten in Europa.

Hier steht das älteste Universitätsgebäude, Collegium Maius, das heute das Universitätsmuseum beherbergt.

Nächster Halt war der Hauptmarkt mit den Tuchhallen.

Er ist einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas.

Zum Markplatz gehört die Marienkirche mit dem berühmten gotischen Altar von Veit Stoss.

Der Altar ist 13 Meter hoch, 11 Meter breit und wurde 1486 beendet.

Er gilt als die Krönung der gotischen Schnitzkunst. Ganze neun Jahre benötigt der Bildhauer Veit Stoß, von dem es kein Bild gibt, für das Monument.

Ein Dutzend Mitarbeiter waren mit an dem Werk beteiligt. Über 2.800 Gulden erhält der Meister für seine Arbeit, ein bedeutendes Honorar, allerdings gestreckt über neun Jahre.

Dann, plötzlich um 12.00 Uhr, liegt für einige Sekunden eine Trompetenmelodie über der Stadt. Sie kommt aus einem der Türme  der Marienkirche.

Dann auf einmal reißt der Trompetenton abrupt ab.

Den so genannten «Hejnal» hat der Wind in den letzen Winkel der Krakauer Innenstadt getragen.

Er erinnert Einwohner und Touristen nicht nur daran, dass eine volle Stunde vergangen ist, sondern auch an den Angriff der Tartaren im 13. Jahrhundert auf Krakau.

Der Legende nach wurde der Trompeter bei eben jenem letzten Ton tödlich getroffen.

Da nach den Angriffen der Tataren im 13. Jahrhundert keine wesentlichen Zerstörungen mehr erfolgten und sich die Industrialisierung eher außerhalb der Stadt abspielte, ist Krakau reich an Beispielen aller Epochen ab dem Hochmittelalter ( Romanik und Gotik ), vor allem Renaissance, aber auch Barock, Jugendstil und Neogotik sind zu finden .

Bausünden wurden erfreulich wenige begangen, auch nicht während der Kommunistenzeit. Seit dem Jahr 2002 werden viele Baulücken im Stadtgebiet durch angepasste Neubauten geschlossen.

Überall ist unübersehbar ist, neben dem Anspruch die heimlichen Hauptstadt Polens zu sein, die zweite Säule polnischen Nationalstolzes.

Sie heißt Karol Woityla. Er war Erzbischof von Krakau und wurde 1978 zum Papst gewählt. Entsprechend präsent ist die Erinnerung an Papst Johannes Paul II.

In Krakau sieht es so aus, als ob er immer noch der amtierende Papst ist.

Wo immer der frühere Erzbischof wirkte und der spätere Pontifex während seiner mehrmaligen Besuche den Fuß hinsetzte,  alles ist dokumentiert, sichtbar und verewigt.  

 

Mittwoch: 16. 04. 2008

Dieser Tag ist unserer alten Heimatstadt Oppeln gewidmet.

Die Spannung war schon sehr groß, was erwartet uns ?

In der Empfangshalle des Hotels erwartete uns meine, ich glaube Großnichte, aber so genau weiß ich die Verwandtschaftsbezeichnung nicht.

Jedenfalls, ihr Opa und mein Vater waren Brüder ( Onkel Rudi ).

Zuerst fiel uns auf, dass Oppeln grundsätzlich sauber, die „alte“ Innenstadt in ihrer Bausubstanz ordentlich ist, aber die Außenbezirke und die Randgebiete ein wenig verlottert sind.

Hier hat der Kommunismus alles um 50 Jahre zurück geworfen, Plattenbauten beherrschen das Bild.

Auch alte Kriegsschäden aus dem 2. Weltkrieg, als die Sowjettruppen Oppeln besetzten, wie Schusslöcher in Hauswänden, sind hier noch zu sehen.

Man bemüht sich jedoch ungemein, das direkt sichtbare Oppeln zu restaurieren.

So sind die Oppelner Hauptstrassen in Ordnung, während der Zustand der Nebenstrassen ein wenig zu wünschen lässt.

Auch erkennt man meist wo Deutsche wohnen ( alles ordentlich z. B. der Hauszaun gestrichen ) und wo Polen zu Hause sind ( z. B. Gardinen sind nicht mehr unbedingt weiß ).

Sehr positiv ist anzumerken, dass alle Polen sehr höflich und zuvorkommen sind. Will man etwas kaufen und der Gegenüber versteht kein Deutsch, wird sofort jemand geholt, der der deutschen Sprache mächtig ist.

Oppeln ist eine Stadt der „jungen Polen“.

Viele junge Leute sind zu sehen, die einen Kinderwagen schieben.

Man muss allerdings auch berichten, dass die Polen die ehemals Jahrhundert dauernde Deutsche Vergangenheit fast total negieren.

So hängt am Oppelner Bahnhof ein Gedenkschild auf dem steht ein Text von der polnischen Eisenbahn, als ob es sie immer schon in Oppeln gegeben hat.

Das Schild ist auf der „weißen“ Fläche, rechts vom Eingang zu sehen ( siehe Pfeil ).

Aber ganz hat man die Vergangenheit nicht ausgemerzt schlicht weg, man hat vergessen „alte“ deutsche Kanaldeckel auszuwechseln. Zumindest aus einem geht hervor, dass in Oppeln auch einmal Deutsche gelebt haben.

Erst ganz langsam beginnen ein Umdenken und ein Meinungswandel.

So werden polnische Ortsnamen auch in deutscher Sprache angeführt.

Dazu ein Beispiel.

In der schlesischen Gemeinde Radlow ( Radlau ) im Südwesten Polens sind deutsch - polnische Ortsschilder aufgestellt worden. Der Gemeindevorsteher Wladyslaw Kierat und der Chef der deutschen Minderheit in Oppeln (Opole), Norbert Rasch, enthüllten die grünen Tafeln mit dem zweisprachigen Ortsnamen (im Bild: Enthüllung der Ortstafel in Lubowitz).

Polen setzt damit ein 2005 verabschiedetes Gesetz um, mit dem die Rechte der nationalen Minderheiten erweitert worden waren

Ja und dann haben wir auch den Autoverkehr „bewundert“.

Verkehrsregeln, besonders Geschwindigkeitsregelungen, „gelten“ im Allgemeinen nur für Touristen und ähnliche Leute.

Dann führte uns Danuta in die Innenstadt.

 

Der Marktplatz

Der kopfsteingepflasterte Marktplatz ist Zentrum der Stadt Oppeln.

Wie viele Marktplätze, ist auch dieser von architektonischen Wunderwerken umgeben. Die Fassaden der Gebäude sind alle pastellfarben gehalten, im Erdgeschoss befinden sich viele nette Straßencafés und Restaurants.

In der Marktplatzmitte befindet sich das Rathaus.  

Das Gesamtgebäude ist rundum von Arkaden geschmückt.

Ein Teil des Gebäudes entstand in den Jahren 1818 – 22, ein weiterer Teil wurde erst später, nach dem Vorbild des florentinischen Rathauses, hinzugefügt.

 

Oppelner Museum

Das Haus, in dem das Museum untergebracht ist, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es besteht eigentlich aus zwei Häusern die 1698 verbunden wurden.

Diese Art Gebäude werden in der Stadt auch Oppelner Erker genannt.

Es war einst auch Domizil der Jesuiten. Eine Zeitlang war es auch ein Krankenhaus. Ab 1773 war es ein Wohnhaus.

Im Inneren des Gebäudes können Exponate der Archäologie, Geschichte und Ethnographie besichtigt werden.

Museum der Oppelner Schlesier

Neben dem Oppelner Museum ist in einem Bürgerhaus das „Museum der Schlesier“ untergebracht.

Es zeigt sehr eindeutig die Lebensart- und Weise aus der Zeit um 1900.

Liebevoll ist das Interieur  dargestellt und vor allem Uschi und ich, die sich noch ein wenig an die „alten“ Zeiten erinnern können, waren positiv überrascht, was hier gezeigt wird.

Hier einige Bilder davon, die mir freundlicherweise vom Museum in nach hinein zur Verfügung gestellt wurden.

Unschwer ist dieser Raum als Küche zu erkennen.

 

Neben den Museen steht die…..

 

….Kirche zur Jungfrau Maria / Kirche auf dem Berg = Bergelkirche

Diese gotische Kirche mit einem barockem Inneren und einer neoromanischen Fassade ist die älteste Kirche in Oppeln die laut Überlieferung am Ende des 10 Jhd. auf Veranlassung des Hl. Adalbert erbaut wurde.

Sie ist die älteste Kirche Oberschlesiens.

In den Jahren 1254 - 1297 war sie eine Pfarrkirche. Von 1304 - 1810 eine Dominikanerkirche.

Man nennt die Kirche : KOSCIOL NA GORCE

( Kirche auf einem Hügel ).

Die Kirche steht in direkter Nachbarschaft zum Oppelner Museum.

 

Dom vom heiligen Kreuz

Der Dom vom heiligen Kreuz ist etwa 10 min. von der Bergelkirche entfernt.

Ihn schmücken zwei etwa 70 m hohe Backsteintürme.

Die Fassade des Gebäudes ist neogotisch, auch hier wurde ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Gebäude erweitert.

Im Inneren des Gebäudes können mehrere Altäre und das Bild der hochverehrten Oppelner Gottesmutter besichtigt werden.

Ein weiterer Höhepunkt unseres Oppelner Rundganges war der Besuch des:

 „Hauses der Deutsch – Polnischen Zusammenarbeit“.

Dieses Haus ist eine überparteiliche, unabhängige Einrichtung, die die deutsch – polnischen Beziehungen intensivieren soll und den Integrationsprozess Polens in die Europäische Union unterstützen soll.

Die Partner dieser Institution sind und werden vom Auswärtigen Amt und vom Innenministerium  unterstützt.:

Hier ist ein Teil der Belegschaft „angetreten“.

Dieses Haus ist eine Stätte für Deutsche, Polen und Freunde denen die die Intensivierung der deutsch – polnischen Beziehungen am Herzen liegen.

So werden Schüler gegenseitig ausgetauscht, die als Praktikum ein soziales Jahr ableisten.

Eine besondere Aufgabe ist die Schaffung einer Teilhabe der deutschen Minderheit am politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben in den ( polnischen ) Regionen.

Später trafen wir uns zu einem Essen in einer netten Kneipe in der Odervorstadt und als eine Überraschung mit den Eltern von Danuta.

Das Restaurant nannte sich „Karafka „ ( Karaffe ).

Das Erstaunliche, die Speisekarte war in Polnisch und Deutsch geschrieben.

Die Preise der Speisen bewegen sich im normalen Bereich ( für uns Deutsche ).

Ein gutes Fleischmenue kostet zwischen 10.- und 15.- Zloty.

Durchschnittverdienst: 400.- € = ~  1300.- Zl

Mindestverdienst: 1000.- Zloty

Miete: Wohnung ( Neubau ): ~ 50 m² , warm: ~   300.- Zl. = ~ 90.- €

Miete: Wohnung ( Altbau )  : ~ 50 m²,  kalt   : ~   200.- Zl. = ~62.- €

1 Ltr Benzin, 95 Oktan = 435 Zl. = ~    1,25 € ( zur Zeit des Besuches )

0,5 Ltr Weizenbier:                    = ~    2.50 €

Kindergeld ( nur für Arme ): 50.- Zloty = ~ 16.- €

 

Bemerkenswert ist, dass die Arbeitslosenquote in Oppeln bei nur ~ 4 %, die im Oppelner Umland jedoch bei ~ 12 % liegt.

Diese Zahlen sprechen für einen guten Bürgermeister und gute Stadtverordnete.

Wir besuchten natürlich auch das Haus unserer Eltern wo meine Schwester und ich groß wurden und auch besuchten auch das Geschäft unserer Eltern.

Doch seht selber.

Wir wohnten bis zur Flucht am 19. 01. 1945 in der Nikoleistrasse im 2. Stock, wo die halbrunden Fenster sind.

Das Haus ist ( außen ) tadellos restauriert.

Der Hauseingang war links in der Strasse.

Auch sahen wir uns das Geschäftshaus unserer Eltern, einst ein Lederwarengeschäft, in der ehemaligen Oderstrasse an.

 

 

links:

das Geschäft heute, daneben zum Vergleich ein Bild von 1944

 

unten:

Der Hof von unserem Geschäft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Prox, Franz,  Oberstabsfeldwebel a. D.            65549 Limburg, März 2014

                                                                 Beethovenstrasse 10

 

 

Meine Damen, meine Herren.

Der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Admiral Wellershoff, hat wie seine Vorgänger und auch Nachfolger, für die Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr Winterarbeiten der verschiedensten Themenbereiche ausgeschrieben.

Ich hatte das Thema: „Nationalismus als Problem des Ostblocks“ gewählt.

Ich habe (als Preisträger) mit diesem Beitrag einen der vordersten Plätze erreicht.

Neben einem Geldpreis habe ich eine Reise nach Neu Mexiko und Texas gewonnen.

Ich sage das nicht um mich hervor zu tun, sondern um Ihnen zu zeigen wer ich überhaupt bin und woher die Arbeit über „Groß – Russland“ stammt.

Das Quellenverzeichnis und auch das Literaturverzeichnis meiner damaligen Winterarbeit spiegelt sich in der Arbeit über Putin und „sein“ visionäres Handeln wieder.

Diese Art der Arbeit habe ich gewählt, weil sich noch niemand an die Ursache des Putinschen Handelns herangetraut hat. Warum auch immer.

Wenn Sie aber bedenken, dass das, was ich 1974 geschrieben habe jetzt wieder auf der „Tapete“ ist, scheint es wohl an der Zeit zu sein, darüber zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen, Franz Prox.


 

Putins „Kampf“ für ein „Groß – Russland“.

Ein Land in Flammen?

 

Es gibt „48 Gesetze der Macht“, das Gesetz 9 sagt: „Taten zählen, nicht Argumente“.

Vor allem dieses Gesetz hat sich Putin bedient um, vor allem Europa, zu zeigen, wer „Chef“ in Europa ist.

Meiner Darstellung hier ist nicht der eigentliche Streitfall Krim – Russland, ich will nur erläutern, warum es früher oder später zwangsläufig zu diesem Prozess kommen musste.

Wir reden alle von „den Russen, den Ukrainern, von Putin“ und von wem auch noch immer ohne zu wissen, von wem und von was wir da eigentlich sprechen.

Daher zuerst ein kleiner Ausflug in die Geschichte, um ein wenig Licht in das Dunkle der Länder des Ostens und seiner Menschen, wie z. B. Sergei Prokofjew (Ukraine), Fjodor Dostojewski (Russland) oder Putin (Leningrad: Russland) zu bringen.

Was wir heute „Zentralrussland“ nennen, ist die eigentliche Keimzelle der heutigen Ukraine und Russlands.

Die Kiewer Rus, abstammend von den Wikingern, ein Handels- und Kaufmannsvolk, schuf ein mittelalterliches „Großreich“ mit Zentrum in Kiew, das als Vorläuferstaat der heutigen Länder Russland, Ukraine und Weißrussland gelten kann.

Entstanden ist dieses „erste Großreich“ um 882 n. Chr. Seine Bewohner, so sagt die geschichtliche Forschung, gehörten mehrheitlich zu den ostslawischen Identitäten.

Hier und weiter ostwärts lebten neben den Ostslawen weitere verschiedene rassische Volksgruppen und Stämme, die die „russische Wesenseinheit der Rus“ hatten und diese behielt, auch bis heute,  die Oberhand.

Viele der Häuptlinge der Rus, später die Zaren, oder die Absolutisten und Alleinherrscher, fühlten sich als göttliche „Auserwählte“ des Reiches, als „Messias Russlands“, verfielen in Selbstherrlichkeit und Willkürherrschaft und auch in den Wahn „heilig“ zu handeln.

Absolute Unterjochung und vor allem „Butterbrot und Peitsche“ gegenüber dem Volk waren und  sind bis heute tägliches Brot.

Wer gegenüber dem Autokraten oder dem  Prätendenten für eine Führungsposition aufmuckte und nach Selbstbestimmung rief, verschwand einfach in der Verbannung. (Alexander Solschenizyn: Archipel Gulag).

Dem russischen Volk wird oft und sehr gern ein Hang zur Melancholie und Schwermut nachgesagt. Man spricht dann auch von der „russischen Seele“.

Aber diese Aussage stammt einfach aus der eigenen Geschichte und das ist tatsächlich so, denn die Menschen mussten im Laufe der Zeit soviel durch ihre Führer erdulden, dass sie einfach ein eine, „warum muss ich so leiden“, Selbstbemitleidung  verfielen und heute noch verfallen.

Ihre Führer nutzten bis in unsere Tage diese Neigung geschickt als Führungsmittel aus.

Sie benutzen diese Beeinflussbarkeit zur Aufhetzung gegen anders Denkende, einem Hin zum „Entstehen lassen von aggressiven Stimmungen“, zur Steuerung von Gewalttätigkeit, selbst gegen die eigenen Mitmenschen und einem Hang das eigene Schicksal anderen in die „Schuhe“ zu schieben.

Hoch geschrieben wird die Unfreiheit und die Leibeigenschaft seit Entstehen „Russlands“ unter den Rus (920 n. Chr. ff), geht weiter über „Katharina der Großen“ bis in die „Neue Zeit“ unter Stalin und seinen Nachfolgern.

Beispiele für Könner dieser Art von Beeinflussung und Behinderungen von Menschen die nicht für die Zentralgewalt sind gibt es viele, aber absolute  „Spezialisten“ dafür waren in neuerer Zeit die so genannten „Selbstverteidigungskräfte“ auf der Krim. Diese „Kräfte“ (SPETNAZ – Truppen) werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Ost – Ukraine zum Einsatz kommen, es ist nur eine Frage der Zeit.

Zu dieser Beeinflussung gehören seit Jahrhunderten gezielte Falschaussagen und mitläufig provokative Handlungen, wie Überfälle unter einem Deckmantel oder Behinderungen diplomatisch agierender Menschen.

Ich habe schon mehrfach angedeutet, dass das heutige Russland (mit seinen slawisch – russischen Führern) besonders ausgeprägten, nur ihnen eigen seienden, eigenwilligen Besonderheiten und Neigungen unterliegt.

Diese möchte ich jetzt genauer erläutern.

Seit ca. 1094 Jahren ist das Reich der Rus immer noch vorhanden, es ist in jeder Art nur moderner geworden.

Geändert hat sich in der slawisch geprägten Mentalität bisher nicht, dass „Rus-sen“ in ihrem Kulturverständnis friedlich auf andere Nationalitäten                 zugehen.

Hier wird nach dem Grundsatz gehandelt: „Du Finne, Pole, Tscheche egal, ich Russe, ich auserwählt.“

Ein Wort zur Einhaltung von völkerrechtlichen Verträgen.

Fest steht, das sagt die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte, dass eingegangene Verträge durch die slawisch geprägte Kamarilla immer wieder gebrochen wurden und werden, wenn es den jeweiligen Oligarchen oder „sich selbst Erwählt fühlenden“ gefällt  und in die jeweilige Situation passt.

Wir restlichen Europäer meinen, durch Sanktionen, Anklage und Missachtung können wir Russland strafen. Das ist eine Irrmeinung. Slawen sind trotzig und handeln immer nach dem Leitsatz: „Dann eben nicht. Warten wir ab, die Anderen vergessen schnell“. Der Plan für eine Rückkehr zum „russischen Großreich“ (Sowjetunion: 1917 - 1991) unter „Putin dem Großen“ ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben.

Ob die Doktrin des Kommunismus vergangener Jahre oder „Quasi Demokratie“ unter Putin, das Ergebnis bleibt, ist auf jeden Fall immer das Gleiche. Provokationen unter dem Deckmantel „Bedrohung“ von russischen Bevölkerungsteilen sind immer ein Grund, ein kleines militärisches Vakuum durch „Masse Soldat“ gegen Schwächere einzusetzen.

Nach dem Motto „Ich“ als führender Chef der Zentralmacht bestimme immer was das Recht gegen über anderen ist.

So im November 1968, als die Breschnew-Doktrin vom damaligen sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew als Reaktion auf die polnische Freiheitsbestrebungen verkündet wurde. Sie ging von einer „beschränkten Souveränität“ der sozialistischen Staaten aus und leitete daraus das Recht ab, einzugreifen, wenn in einem dieser Staaten der Sozialismus bedroht würde. Dabei lautete die Hauptthese: „Die Souveränität der einzelnen Staaten findet ihre Grenze an den Interessen der sozialistischen Gemeinschaft.“

Nehmen wir dazu die jüngsten Ereignisse auf und um die Krim.

Hier leitete wieder ein (demokratischer) Kommunist das Recht ab militärisch einzugreifen weil angeblich, die russische Souveränität in Gefahr sein sollte.

Diesen Vorgang kann man auch die Putinsche Salamitaktik – Doktrin nennen.

Und Putin weiß genau wie die kommunistische Salamitaktik und die programmatische Festlegung dazu zu handhaben ist.

Sein Motto, „es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ und: „Wo man nicht zusammen kommen kann, bekommt man den Knüppel auf die Rübe“

Heute die Krim, morgen Weißrussland, übermorgen Lettland, usw – usw,

am Schluss die ganze Ukraine. Nicht Heute, nicht Morgen, aber bestimmt Übermorgen; und der Deutsche sagt sinngemäß in Umfragen:„Ist doch in Ordnung was der Russe macht“.

Der Bundesbürger erkennt nicht den Wolf im Schafsfell“.

Er versteht in keiner Weise die Gefahr, wenn Putin das Problem Ukraine – Krim erledigt hat., kann er vielleicht in einem zweiten Schritt zuerst die Ost – Ukraine und später die ganze Ukraine annektieren, genauso wie das Hitler mit seinen Nazi - Helfern mit der "Rest-Tschechei" getan hat - München lässt also schon mal grüßen.

Gelernt hat das Putin von der alten Sowjetunion. Sie ist diesen Weg des "Hilfeersuchens" von „Unterdrückten, Unfreien Völkerschaften und angeblich Unterprivilegierten“ ja auch immer wieder gegangen, in der DDR genauso wie in Ungarn, der CSSR und in Polen.

Insofern ist Putin seiner kommunistischen Ausbildung und seiner slawisch geprägten  Abstammung bis heute sehr treu und ursprünglich geblieben

Heute wie damals wird die völkerrechtliche Souveränität einfach missachtet und es wird unter fadenscheinig vorgeschobenen Gründen in die Krim einmarschiert.

Der Jubel der so "befreiten Volksgenossen" war einst Hitler genauso sicher, wie er heute  Putin sicher ist.

Und was macht der freiheitliche Westen? Er wird das brutale Vorgehen  Putins, wenn auch mit elementarer Protesten, diesem mehr oder weniger genauso nachsehen,  wie es einst die Engländer oder auch die Franzosen  Hitler nachgesehen haben.

Putin sieht sich in der direkten Nachfolge von, Großfürst Iwan IV., Katharina der Großen, Peter der Große oder auch  Zar Nikolaus.

Sie alle lebten in dem Gedanken: Wir formen ein russisches Großreich.

Somit musste er einfach die Krim „vereinnahmen“, um ein neuer „Häuptling der slawischen Rus“, ein „Putin der Große“ zu werden.

Noch ein Wort zur slawisch – russischen inneren Denkart.

Ich habe schon erwähnt, dass die Russen von den Wikingern abstammen.

Der Name „Wikinger“ stammt wahrscheinlich vom altnordischen Wort „vikingr“. Das bedeutet Gefolgsmann, aber auch Räuber und Pirat.

Räuber und Piraten haben geplündert und erobert. Die Geschichte lehrt, dass Räuber und Piraten in ihrem Wesen bestimmte Eigenheiten zeigen.

Sie sind grausam (Archipel Gulag), gewalttätig (Stalin) willkürlich (Iwan der Furchteinflössende).

Weitere Charakteristiken sind sehr oft  brutal, mal schwermütig aber auch mal gutmütig, verschlagen, mit einem Hang zur Unterdrückung von Minderheiten.

An die Einhaltung von eingegangenen Verträgen fühlt sich der Russe nur so lange gebunden, wie ihm die Einhaltung nutzt. Ist für den Russen kein Nutzen mehr sichtbar, bricht er den Vertrag rücksichtslos. Jüngstes Beispiel ist der Einmarsch in die Krim, der den „Nachbarschaft- und Freundschaftsvertrag von 1997“ (erneuert 2010) diktatorisch gebrochen hat.

Groß ist jedoch ihre Angst, ihre Souveränität zu verlieren.

Gemein ist jedoch allen „Rus“, dass sie als Volk Butterbrot und Peitsche brauchen um bestehen zu können. Wenn man ihnen sagt, das Vorgehen gegen andere nutzt Russland, ist das Handeln und sei es zehnmal Völkerrechtswidrig, immer sanktioniert.

Putin hat 2006 einmal gesagt:

"Die Russen kommen hier nicht mit Kalaschnikow und mit Panzern her, sondern Russland bringt das Geld mit."

Ja, sein Ausspruch stimmt, aber leider nur umgekehrt, zumindest auf der Krim.

Unser „Putin“ wird irgend wann einmal gehen, ein neuer „Schaffer des russischen Großreiches“ steht schon vor der Tür.

Denn seine Vision von einem slawischen „Groß – Russland“ a`la Sowjetunion wird nicht aufgehen, sie wird zerplatzen wie ein zu viel aufgeblasener Luftballon.

 

 

Oberstabsfeldwebel a. D. Franz Prox

Beethovenstrasse 10

65549 Limburg

 

Russland

Geht es nach Russlands nationalistischem Vize-Premier Rogosin, war die Krim erst der Auftakt:

Es sei ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Zerfall der Sowjetunion Zeit, die Teile einzusammeln", twitterte Rogosin gestern.

Anlass seiner Mitteilung war der 24.Jahrestag einer "Souveränitätserklärung" des damals sowjetischen Russlands.

Auch Kremlchef Putin werden Bestrebungen nachgesagt, das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen.

Er bezeichnete den Zerfall der Sowjetunion einst als "größte geopolitische Katastrophe" des 20,Jahrhunderts. "afp

 

(Nassauische Neu Presse vom 13. 06. 2014)

 

 

Bemerkung zu dieser Lage:

 Es ist doch erstaunlich, wie sich dieser Ausspruch Rogosins, (den er nur mit einer Genehmigung und auf Geheiss Putins ausgesprochen haben kann), mit dem Inhalt meiner Abhandlung deckt.

Meine Abhandlung ist doch viel früher geschrieben worden, als Rogosin seine Darstellung von einem  „Großreich Russlands“ ausgesprochen hat.

Wann begreift eigentlich unsere Presse und erst Recht auch die Politik, dass Putin ein „Wolf im Schafspelz“ ist.

(Können sie nicht begreifen, haben viel zu viel „Schiss in der Hose“).

(Siehe dazu auch Bericht unter:Militär)

 


                 Ein libanesisches Rezept.

            

                   Salat Taboule

 

 

 

 

Zutaten: - 50g Burgul ( von Weizen ). Zu haben in orientalischen Geschäften.

 

- 1 Pfund Tomaten

- 2 Bündel grüne Zwiebel

- 2 große Bündel Petersilie

- 2 Bündel Pfefferminz

- 2 Zitronen

- 1 Teelöffel Salz

- Olivenöl

 

Es ist einfach gemacht...

Zu erst den Burgul in eine Schüssel.

Das gut gewaschene Gemüse sehr fein schneiden und dann in die Schüssel.

Dann kommt Salz und die Zitronensaft darauf.

Die Mischung richtig zusammenmischen und dann das Olivenöl je nach Geschmack darauf und noch einmal mischen.

Einige speisen es mit Romanasalat, einige mit Weißkohl. Guten Appetit.

 

 


PILAV

Dieses Rezept / Gericht stammt aus der Oase Palmyra. Palmyra ist eine Wüsteninsel im Osten von Syrien, voller antiker Ruinen, 250 km nord - ostwärts von Damaskus entfernt. Pilav ist ein orientalisches Gericht, das auch einem Europäer köstlich schmeckt vor allem den Kindern, wenn es, wie bei den Beduinen aus einem Topf gemeinsam, mit der rechten Hand gegessen wird.

Ich habe diese Art des Essens mit Kindern ausprobiert. Nach anfänglichem Zögern, das Besteck fehlte ja, hatte ich die Sympathien auf meiner Seite.

 

Sesam öffne dich


   Wie wird der Pilav gemacht ?

 

   Zutaten für 6 Personen

 

2             Tassen                 Langkornreis

100          gr.                        Pistazien

1             Prise                     Salz

6             längliche              Möhren

3             mittelgroße          Tomaten

1             mittelgroße          Zwiebel

3             Knoblauchzehen,      

3             Esslöffel  Butter

300         gr.                          Kalbfleisch

400         gr.                          Lammfleisch

3             lange                     Auberginen

3             Tassen                  Fleischbrühe

1             Teelöffel                Pfeffer

Olivenöl zum Braten

Garzeit: etwa 50 Minuten bei 180°, Backofen vorheizen.

Zubereitung:

Den Reis in kaltem Wasser 30 Minuten in Salzwasser einweichen, dann das Wasser abgießen.

Die Möhren waschen, Oberfläche abschaben und unzerkleinert etwa 10 Min. in Salzwasser kochen, dann das Wasser abgießen.

Die Tomaten waschen und die Stielansätze ausstechen.

Dann die Tomaten oben auf der Stielseite kreuzweise einschneiden und kurz mit heißem Wasser überbrühen. Danach die Tomaten enthäuten und in Würfel schneiden.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehen enthäuten und fein reiben.

Die Butter erhitzen und das in gulaschgroße geschnittene Fleisch zusammen mit den Tomaten, der Zwiebel und dem Knoblauch bei schwacher Hitze so lange dünsten, bis kein Fleischsaft mehr vorhanden ist.

Die Auberginen waschen, von den Stielansätzen befreien und der Länge nach in etwa 1 / 2 cm dicke Scheiben schneiden. Danach etwa 20 min. in Salzwasser legen. Danach abtrocknen

Die Möhren ebenfalls der Länge nach in etwa 1 / 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Das Öl in einer größeren Pfanne erhitzen und die Möhren- und Auberginenscheiben darin von jeder Seite etwa 1 min. anbraten.

Den Boden einer runden, feuerfesten Form ( mit Deckel ) mit der Fleisch- Zwiebel -, Knoblauchmasse bedecken.

Dann die Fleischmasse von der Mitte aus abwechselnd mit den Auberginen - und Möhrenscheiben auslegen bis die Fleischmasse völlig bedeckt ist.

Den Reis mit den Pistazien mischen und in die Mitte geben, die Form mit der Fleischbrühe auffüllen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Form in den Backofen schieben und etwa 35 min. garen. Danach alles auf eine Platte stürzen und servieren.

Es schmeckt, trotz der Arbeitszeit, hervorragend.

Und denken Sie nicht an das " böse " Sprichwort:

" Was der Bur nit kennt, das fret er nit. "

 


Saladins Fleischkuchen

(Türkisches Gericht )

( für 4 Personen )

  Zutaten:

  135         gr                           Sesamöl

  75o         gr                           Lammfleisch

  250         gr                           Hühnerfleisch

  250         gr                           Fleischpastete

  125         gr                           Käseaufschnitt

 

  Pfeffer - Ingwer - Zimt - Koriander - Anis - Salz  - Muskat - Zitronensaft

  2 Eßlöffel Rosenwasser

  1/2 Liter Weißwein

 Zubereitung:

Das Mehl mit dem Sesamöl zu einem Teig kneten.

Ist dieser Teig formbar wie feuchter Lehm, ihn in zwei gleiche Hälften   teilen.

Beide Hälften dünn walzen, die eine Hälfte auf ein Blech legen.

Darauf legen:

Das kurz, aber scharf angebratene Lammfleisch, das nach dem Braten mit:

Pfeffer, Ingwer, Zimt, Koriander, Anis und Salz

gewürzt wurde.

Das Hühnerfleisch im Wein und dem Zitronensaft kochen und auf das Lammfleisch    legen.

Den Muskat in dem Rosenwasser auflösen ( als flüssige Würze ).

Dieses Rosenwasser ( flüssige Würze ) über den Fleischbelag gießen.

Danach die:

Fleischpastete und die vorher leicht angebackenen Käsescheiben auf das  Hühner-fleisch legen.

Jetzt die zweite ausgewalzte Teighälfte als Abdeckung über die Masse legen.

Im Herd bei etwa 220 Grad backen, bis der Teig durchgebacken ist.

 ( ca. 30 bis 40 Minuten )

 


Das "Celtik - Cross - Folk - Festival" im Juli 2004 in Dietkirchen veranlasst mich, hier ein echt irländisches Rezept wiederzugeben.

Es stammt so aus dem Raum Limerick.

 

Irish Stew

( Irischer Eintopf für 4 Personen )

Zutaten

800 gr Rindfleisch  aus dem Hals ( wer gern Lammfleisch ißt, kann auch Lammfleisch nehmen )

800 gr Kartoffeln

4 kleinere gelbe Rüben

1 kleiner Wirsing

500 gr mittelgroße Zwiebeln ( Originalrezept )

Salz; frisch gemahlener ( unbedingt ) Pfeffer;  1 Tl. Thymian; 1 Lorbeerblatt  (  zerreiben )

1/ 2 Ltr Fleischbrühe

1/ 2 Bund glatte Petersilie

Das Fleisch waschen, abtrocknen und in Würfel von ca. 50 gr. schneiden.

Kartoffeln waschen, schälen und in dicke Scheiben schneiden.

Zwiebeln abziehen und halbieren.

Die gelben Rüben in ca. 2 cm große Würfel schneiden.

Den Wirsing in schmale Streifen schneiden.

Alles in einen großen Topf geben, salzen, kräftig pfeffern und mit der Fleischbrühe aufgießen.

Die Petersilie waschen, trocken schütteln und kleinhacken.

Den Irish Stew im halb geschlossenen Topf  1 1/2  Stunden köcheln lassen.

Kurz vor dem Servieren die Petersilie einrühren.


Okra in Olivenöl

( Ägyptisches Gericht: Vorspeise )

Die Okra sieht ein wenig aus wie eine Bohnenschote. Man bekommt sie auf fast jedem Wochenmarkt, auf jeden Fall aber in einem türkischen Geschäft. Man sollte möglichst kleine Schoten kaufen. Okra in Olivenöl, verfeinert mit Tomaten, sind eine köstliche Vorspeise.

Dieses Gemüse kommt ursprünglich aus Afrika.

Zutaten für 6 Personen

5            mittelgroße Tomaten

3            mittelgroße Gemüsezwiebel

750 gr   frische, möglichst kleine, Okra

Saft von 1 1/2      Zitronen;

5            Esslöffel Olivenöl ( Olivenöl aus Kreta ist das Beste )

1            Teelöffel Zucker; Salz; ein wenig Pfeffer

So wird es gemacht:

Die Tomaten waschen und die grünen Stielansätze herausstechen. Dann kreuzweise einschneiden und kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Die Haut abziehen und die Tomaten in kleine Stücke schneiden.

Die Zwiebel schälen und reiben ( Ofenabzugshaube anmachen, die Augen tränen nicht so ). Die Stielenden der Okra schräg, wie eine Bleistiftspitze, abschneiden, dabei die Schote nicht verletzen ( sonst läuft der Saft aus der Schote ).  

Die Hälfte des Zitronensaftes mit Wasser vermischen und die Okra etwa 10 Min hineinlegen ( kalt ).

Das Öl in einem Topf erhitzen und die geriebene Zwiebel darin glasig braten.

Die Okra abgießen und mit den Tomaten und dem Zucker  zu den Zwiebeln geben.

Eine Tasse Wasser dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles bei schwacher Hitze ca. 20 Min kochen. Danach alles abkühlen lassen.

Vor dem kalt servieren mit dem Rest des Zitronensaftes abschmecken.

Guten Appetit.


 

 

( Traditionelles Ägyptisches Gericht: Frühstück )

Dieses Gericht wurde in seinem Ursprung schon zur Pharaonenzeit gegessen. Heute essen es vor allem die Fellachen ( ägyptischer Bauer ) zum Frühstück immer noch.

Zutaten ( Menge nach eigenem Belieben )

Braune Bohnen

Tomaten - Zwiebeln

Pfeffer - Paprikapulver - Cardamom - Kreuzkümmel, gemahlen - Koriander, gemahlen - Salz - Zitronensaft

So wird es gemacht:

Bohnen gar kochen (entweder ganz lassen oder zu einer Paste zerdrücken )

Tomaten und Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und zu den Bohnen geben

Die Bohnen / den Bohnenbrei mit den Gewürzen abschmecken ( von jedem Gewürz nur sehr wenig verwenden )

Zuletzt, je nach Gusto, Salz und Zitronensaft dazu geben

Zugegeben, dieses Gericht ist nicht jedermanns Geschmack. Aber, um zu sehen, was der ägyptische Bauer ( fast täglch ), durch Bedürftigkeit gezwungen, essen muss, sollte man es einmal probieren.


                   Rumänischer Gurkensalat

           ( siehe dazu Reisebericht weiter unten )

 

Zutaten ( Menge nach eigenem Belieben )

1       Salatgurke ( mittelgroß )

1/2  Teelöffel ( TL ) Salz - 2 Essl. Olivenöl

1       Becher Yoghurt

1       Tl. gehackter Dill - 1 Tl. gehackte Petersilie - 1 Tl. gehackter Borretsch

1       kl. Zwiebel - 1 Prise Rosenpaprika - 1 Prise Zucker

So wird es gemacht:

Die Gurke gründlich kalt abwaschen abtrocknen und dann mit der Schale in ganz dünne Scheiben schneiden ( hobeln )

Die Scheiben dann mit dem Salz bestreuen und mit dem Öl beträufeln, alles mischen

Den Yoghurt mit dem Schneebesen sahnig rühren und die klein gehackten Kräuter untermischen

Die Zwiebel schälen und sehr klein würfeln, mit dem Paprikapulver bestreuen und unter den Kräuteryoghurt mischen

Die Yoghurtkräutermischung unter die Gurken mischen.


Von einer meiner Reisen, aus Syrien mitgebracht, Gefüllte Zucchini

 

 

Zutaten für 4 Portionen

6 mittelgroße Zucchini (à 130 g)
100 g Patna-Reis
250 g Rinderhackfleisch
1 EL Butterschmalz
Salz, schwarzer Pfeffer
1⁄4 TL gemahlener Zimt
3 Zweige frische oder
1 TL getrocknete Minze
500 g stichfester Joghurt
2 Knoblauchzehen
1 Ei

 

1.    Zucchini waschen, Stiel- und Blütenansätze abschneiden. Schale mit einem kleinen Messer abschaben. Zucchini quer halbieren, jede Hälfte mit einem kleinen Löffel aushöhlen, wobei ein Ende geschlossen bleibt.
2.    Den Reis im Sieb unter fließendem Wasser kurz waschen, gut abtropfen lassen und zum Hackfleisch geben. Schmalz, Salz, Pfeffer und Zimt zufügen, alles vermischen. Die Zucchini mit dieser Masse locker füllen.
3.    Die Zucchini flach in eine große Schmorpfanne legen oder mit der Öffnung nach oben aufrecht nebeneinander in einen Bratentopf stellen. Dann 1⁄2 l Wasser mit 1⁄2 TL Salz vermischen, zu den Zucchini gießen, aufkochen.
4.    Die Zucchini dann zugedeckt bei schwacher Hitze 30–35 Minuten garen. Minze waschen, trockenschütteln, bis auf 8 Blättchen fein hacken. Vom Joghurt das abgesetzte Wasser abgießen. Den Knoblauch schälen.
5.    Den Joghurt mit Ei, Salz, durchgepresstem Knoblauch und gehackter Minze vermischen. Dann unter Rühren erhitzen. Warm über die abgetropften Zucchini gießen und mit den restlichen Minzeblättchen garnieren.

Zubereiten: 50 Min.
Garen: 35 Min.
Pro Portion: 380 kcal/1600 kJ;
23 g EW; 19 g F; 29 g KH

 


 

 

 

Stand: 08 / 14