Zur Geschichte der Stadt Diez

 

Die Diezer Grafen waren sehr bekannt. 

So begleiteten sie 1188 Kaiser Barbarossa auf dessen zweiten Kreuzzug.

1329 erhielt Diez die Stadtrechte und eine mächtige Stadtmauer mit fünf Toren wurde gebaut.

1606 wurde die Linie Nassau – Diez gegründet, aus der das niederländische Königshaus stammt.

Als Statthalter der Niederlande regierten die Fürsten von Nassau – Diez – Oranien in den Niederlanden, überließen aber die Verwaltung des Fürstentums Diez ihren Gemahlinnen.

 

Von 1672 – 1684 ließ Albertine Agnes von Oranien auf den Grundmauern des ehemaligen Klosters Dirstein das Schloss Oranienstein errichten.

1705 wurde der Bau vollendet.

Das Schloss gilt als „Perle des deutsch – niederländischen Barocks“.

Es ist das schönste Gebäude von und in Diez und wohl das schönste Stabsgebäude der Bundeswehr in Deutschland.

Wilhelm V. von Oranien  wird 1815 König Wilhelm I. der Niederlande.

 

Bis 2002 „residierte“ im Schloss das Nachschubbataillon 310.

Heute ist noch das Feldnachrichtenzentrum der Bundeswehr ( früher die Feldnachrichtenlehrkompanie 300. Diese Einheit ist z. Zt. in der Auflösung. Sie wird im Laufe des Jahres 2008 abgeschlossen sein.) ) und seit 2002, das Sanitätskommando 2 der Bundeswehr im Schloss beheimatet..

Das Schloss kann ohne weiteres mit einer Führung  besichtigt werden. Siehe auch die Web - Seite der Kameradschaft unter: "Aktuelles".

Ab November gelten Winteröffnungszeiten die unter der ( 064329401666 erfragt werden können.

 

Diez ist eine alte Garnisonsstadt.

1618 begann das Garnisonsleben in der damals blühenden Handelsstadt.

Die Stadt ist auch durch eine große Schlacht bekannt geworden.

 

Im September 1796 schlug hier der Erzherzog Karl von Österreich ein französisches Revolutionsheer.

Merkmale und Zeichen sind rund um Diez und Limburg noch zu sehen.

 

 

 

 

 

1868 – 1919 war im Schloss Oranienstein eine Kadettenanstalt.

1920 – 1927 waren im Schloss französische Truppen untergebracht.

1934 wurde im Schloss die „Nationalpolitische Erziehungsanstalt eingerichtet.

Zeitweise wurden hier in Diez auch Panzerjäger ausgebildet.

 

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde Diez von amerikanischen und französischen Truppen besetzt.

 

Nach Abzug der Franzosen zogen bereits 1956 erste Einheiten der neu aufgestellten Bundeswehr in die Diezer Garnison ein.

1958 bezog der Stab des aus Andernach nach Diez verlegten Quartiermeister Nachschubbataillon 907, das heutige Nachschubbataillon 310, das Schloss Oranienstein.

Im Mai 1962 wurde das Schloss Sitz des Stabes der 5. Panzerdivision, der 1994 nach Mainz verlegt wurde.

Nachfolger wurde der Stab der Panzerbrigade 34 ( bisher Koblenz ).

Mitte 2001 wurde die Panzerbrigade 34 aufgelöst.

In die freigewordenen Räume kam als neu aufgestellter Verband das Sanitätskommando 2.

Das Nachschubbataillon 310 verlegte 1958 als Quartiermeisternachschubbataillon 907 aus Andernach nach Diez und zog hier als Erstlösung in das Schloss Oranienstein ein.

Anfang Juli 1960 verlegte dieses Bataillon in die neu gebaute Freiherr - vom - Stein - Kaserne, in Diez, um im August 1996 mit Teilen wieder an seine „alte“ Wirkungsstätte von 1958, in das Schloss Oranienstein zurückzukehren.

Später wurde dieser Verband wieder in die Freiherr - vom - Stein - Kaserne zurück verlegt und eines Tages aufgelöst.

Der 28. 02. 2002 war für das „militärische“ Diez ein historischer Tag.

Gleichzeitig wurde aber ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Mit dem Einzug des Sanitätskommandos 2 begann ein neuer Abschnitt für die Garnisonsstadt Diez.

 

Dieser neue Abschnitt bedeutet, dass die Bundeswehr in der „alten“ Garnisonsstadt eine neue Wandlung beschritten hat..

So fand am 17. April 2002 im Schloss Oranienstein ein Aufstellungsappell statt, bei dem die Aufstellungsphase des neu geschaffenen Sanitätskommandos 2 offiziell abgeschlossen wurde.

Dem Diezer Sanitätskommando unterstehen die beiden Bundeswehr – Zentralkrankenhäuser in Koblenz und in Hamm.

Dazu das Sanitätsregiment 5 in Rennerod, das Sanitätsregiment 7 in Hamm, die Sanitätsleitzentren 210 in Fritzlar, 220 in Köln – Wahn, 230 in Lahnstein, sowie ein Sanitätsausbildungszentrum II in Ahlen, was noch in der Aufstellung begriffen ist.

 

Das Nachschubbataillon 310 verlegte 1958 als Quartiermeisternachschubbataillon 907 aus Andernach nach Diez und zog hier als Erstlösung in das Schloss Oranienstein ein.

Anfang Juli 1960 verlegte dieses Bataillon in die neu gebaute Freiherr - vom - Stein - Kaserne, in Diez, um im August 1996 mit Teilen wieder an seine „alte“ Wirkungsstätte von 1958, in das Schloss Oranienstein zurückzukehren.

Der 28. 02. 2002 war für das „militärische“ Diez ein historischer Tag.

Gleichzeitig wurde aber ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Mit dem Einzug des Sanitätskommandos 2 begann ein neuer Abschnitt für die Garnisonsstadt Diez.

 

Dieser neue Abschnitt bedeutet, dass die Bundeswehr in der „alten“ Garnisonsstadt eine neue Wandlung beschritten hat..

So fand am 17. April 2002 im Schloss Oranienstein ein Aufstellungsappell statt, bei dem die Aufstellungsphase des neu geschaffenen Sanitätskommandos 2 offiziell abgeschlossen wurde.

Dem Diezer Sanitätskommando unterstehen die beiden Bundeswehr – Zentralkrankenhäuser in Koblenz und in Hamm.

Dazu das Sanitätsregiment 5 in Rennerod, das Sanitätsregiment 7 in Hamm, die Sanitätsleitzentren 210 in Fritzlar, 220 in Köln – Wahn, 230 in Lahnstein, sowie ein Sanitätsausbildungszentrum II in Ahlen, was noch in der Aufstellung begriffen ist.

 

Die zweite Kaserne in Diez, die ehemalige „Stadtkaserne“, bekam den Namen „Wilhelm - von - Nassau - Kaserne“ und wurde unter anderem Sitz des ( späteren ) Fernmeldebataillon 5.

Dieses Bataillon wurde im Zuge einer Umgliederung der Bundeswehr 1993 aufgelöst.

Heute sind in der „Stadtkaserne“ ( Bildmitte ) verschiedene zivile Einrichtungen untergebracht und nichts erinnert mehr an die Zeiten der Bundeswehr.

 

 

 

 

Die Entstehungsgeschichte der jüngsten Kaserne von Diez, der „Freiherr - vom - Stein - Kaserne, reicht bis zum Beginn des 2. Weltkrieges zurück, als Mitte September 1939 auf dem heutigen Kasernengelände das Kriegsgefangenen - Stammlager XII A ( STALAG ) errichtet wurde.

Zuerst stellte man Zelte als Unterkunft auf, die vom Reichsparteitagsgelände in Nürnberg stammten. Während des Krieges wurden die Zelte durch Baracken mit größeren Schlafräumen ersetzt.

Die ersten Lagerinsassen waren gefangene polnische Soldaten. Später kamen Franzosen, Belgier, Luxemburger, Tschechen, Ungarn, Jugoslawen, Serben, Russen, Engländer und US - Amerikaner hinzu.

Der Großteil der Gefangenen arbeitete in heimischen Betrieben und in der Landwirtschaft. Im vorderen Bereich des Lagers waren die Wachsoldaten und die Soldaten der Stabskompanie untergebracht.

Durch einen Querzaun getrennt schloss sich das eigentliche Gefangenenlager an.

Verschiedene alliierte Luftangriffe auf das Eisenbahngelände in Limburg zogen auch das Lager in eine schlimme Mitleidenschaft. Am 23. 12. 1944, 6 000 Gefangene befanden sich im Lager, wurden die "Leitchristbäume, die durch Führungsflugzeuge gesetzt wurden, abgetrieben.

Die nachfolgenden englischen Bomber warfen ihre Bomben statt auf Limburg auf das Lager ab. 80 tote und 1 00 verletzte Gefangene waren das Resultat.

Einmarschierende amerikanische Truppen befreiten am 27. März 1945 das Lager.

Von 1952 bis 1956 waren hier dann französische sowie paramilitärische Transport- und Arbeitseinheiten stationiert.

Am 3. November 1956 begann auch hier die Ära der Bundeswehr. ( siehe Tabelle )

Heute ist in dieser Kaserne das Logistikregiment 46 untergebracht.

Das Transportbataillon 370 und das Nachschubbataillon 310, für die die Freiherr - vom - Stein - Kaserne einst die Stamm - Kaserne war, wurden 2003 aufgelöst. Die ältesten Nachschubverbände der Bundeswehr hörten auf zu existieren.

Einige ihrer Einheiten, vor allem vom Nachschubbataillon 310, wurden Teile des neu aufgestellten Logistikregimentes 46.

Dazu von Zeit zur Zeit Erläuterungen.

Zum besseren Verständnis eine Aufstellung über Verbände, die in Diez stationiert waren oder auch noch sind.

 

Verband / Einheit

von – bis

Stärke

Kaserne

 

Kasernen

früher auch

Bemerkung

Versorgungsbataillon 156

1957 – 1969

~ 500

Schloss Oranienstein

Wilhelm – von – Nassau - Kaserne

Verlegt 1969 nach Rennerod

Artillerieregiment 5

- Stab -

1960 – 1981

~ 100

- „ -

--

Verlegt 1981 nach Idar - Oberstein

5. Panzerdivision

- Stab -

1962 – 1994

~ 150

- „ -

--

Verlegt 1994 nach Mainz

Feldjägerkompanie 5

1962 – 1980

~ 80

- „ -

--

Verlegt 1980 nach Marburg

Panzerbrigade 34

- Stab -

1994 – 2002

~ 150

- „ -

--

2002 aufgelöst

Unterstützungskommando  (WHNS) 4 – Stab -

1994 -1997

~ 180

- „

--

1997 aufgelöst

Feldnachrichtenzentrum der Bundeswehr

1971 – heute

~ 120

- „ -

bis 1999 Freiherr – vom – Stein – Kaserne

früher: Frontnachrichten-lehrkompanie 300

Sanitätskommando 2

- Stab -

2001 – heute

~ 120

- „

--

 

Standortverwaltung

1956 – 2001

~150 Zivil

Sophie – Hedwig - Strasse

Freiherr – vom – Stein - Kaserne

verlegt 2001 nach Westerburg

Unteroffizierlehrkompanie

1956 – 1957

~ 150

Freiherr – vom – Stein - Kaserne

--

verlegt 1957 nach Rheinbach

Nachschubkommando 3

- Stab -

1957 – 1993

~ 70

- „ -

Schloss Oranienstein

verlegt 1993 nach Koblenz

Nachschubbataillon 310

1958 – 2002

~ 600

- „ -

- Wilhelm – von – Nassau - Kaserne

- Schloss Oranienstein

Das Btl hatte zeitweise 7 Kp`n.

2002 ging es im Logistikregiment 46 auf

Nachschubkompanie 5

1960 – 1984

~ 130

- „ -

--

Gehörte ab 1984 zum Nachschubbataillon 310

Feldzeugregiment 516

- Stab -

1956 – 1958

~ 80

- „ -

--

verlegt 1958 nach Koblenz

Quartiermeisterkompanie 2

1956 – 1957

~ 100

- „ -

--

verlegt 1957 nach Koblenz

Feldzeugdepotkompanie 606

1957 – 1958

~ 100

- „ -

--

verlegt 1957 nach Koblenz

Nachschubbataillon 320

1967 – 1971

~ 230

- „ -

--

1971 aufgelöst

5./ Transportbataillon 370

1971 – 1993

~ 130

- „ -

--

wurde 1993 in das nach Diez verlegte TrspBtl 370 eingegliedert

4./ Transportbataillon 370

1974 – 1993

~ 130

- „ -

--

- „ -

Transportbataillon 370

1993 – 2003

~ 500

- „ -

--

wurde 1993 von Hermeskeil nach Diez verlegt

Nachschubausbildungszentrum 300

1972 – 1990

~ 30 + 80

- „ -

--

1990 aufgelöst

Nachschubausbildungskompanie 14 / III

1960 – 1966

~ 130

- „ -

--

verlegt 1966 nach Mayen

Radiokompanie 991

1961 – 1962

~ 50

- „ -

--

verlegt 1962 nach Andernach

Radiokompanie 993

1961 – 1962

~ 50

- „ -

--

- „ -

Logistikregiment 46

2004 – heute

~ 1100

- „ -

--

mit unterstellten Verbänden und Einheiten

Fernmeldebataillon 5

1969 - 1993

~ 300

Wilhelm – von – Nassau – Kaserne

--

verlegt 1993 nach Koblenz

Verteidigungskreiskommando 412

1965 – 1989

~ 30

Schöne Aussicht – Straße

--

verlegt 1989 nach Montabaur

 

 


 

Zur Geschichte der Stadt Limburg

 

Bereits in der Altsteinzeit lebten im Limburger Becken Menschen. Sie waren noch nicht sesshaft.

Später in der Jungsteinzeit wurde vorrangig Ackerbau betrieben; die Tierzucht ersetzte weitestgehend die Jagd. Die Menschen im Limburger Raum wurden sesshaft.

Nach der Überlieferung setzte im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. bereits die mittelalterliche Geschichte Limburgs ein.

Im so genannten frühen Mittelalter besiedelten die Franken größere Teile Mitteleuropas, übernahmen oder gründeten neue Ansiedlungen und zwischen bestehenden oder neu gegründeten Ansiedlungen entstanden Verbindungswege. So die heutige Straße von Koblenz nach Wetzlar, die Straße von Limburg nach Mainz, so genannte "Hühnerstraße", und von Köln über Frankfurt nach Böhmen und Ungarn, die so genannte "Hohe Straße".

Das Bild zeigt die Burg und den Dom um 1900.

             

 

821 n.Chr. wurde der Niederlahngau erstmalig urkundlich erwähnt.

Zu dieser Zeit war die Limburger Burg Sitz der Grafen des Niederlahngaus.

In den Jahren 910 n.Chr. wurde erstmals der Urenkel des Grafen Gebhart, Konrad Kurzbold - nach ihm ist eine Straße Limburgs benannt - geschichtlich erwähnt. Konrad Kurzbold erhielt den Fronhof Brechen geschenkt mit der Erlaubnis, diesen Fronhof für die von ihm geplante Kirche zu verwenden, die er auf den Berg namens Lintburk (linta = Linde und burk = Burg) erbauen wollte. Im Jahre 910 n.Chr. erfolgt die erste urkundliche Erwähnung des Stifts Limburg.

Die im Jahre 910 erwähnte Kirche war also der Vorgängerbau des heutigen Domes.

Ca. im Jahre 1130 wurde ein erster Mauerring um die Siedlung gelegt. Es ist davon auszugehen, dass bereits zu dieser Zeit erste Kaufmannssiedlungen um den westlichen Burggraben ( dem heutigen Fischmarkt ) entstanden.

Sie vergrößerten sich rasch. So sind die Ansiedlungen in der heutigen Brückengasse bis zur Salzgasse, dem Kornmarkt und Rossmarkt wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden.

Der blühende Handel auf verschiedenen Marktplätzen vor den Toren der Burg, auch bedingt durch die günstige Verkehrslage, prägte sehr bald das Leben in der Handels- und Kaufmannsstadt.

Weitere Reste der Stadtbefestigungen aus den Jahren 1230 und 1340 zeigen noch heute die schnelle Entwicklung der aufblühenden Stadt im Mittelalter.

Die erste steinerne Brücke wurde 1315-1354 erbaut. Sie hielt bis 1945. In den Kriegswirren wurde sie  teilweise zerstört.
1946-47 erfolgte der Wiederaufbau und eine Verbreiterung.

Eng verbunden ist die Geschichte der Stadt mit der Geschichte ihres von 1206 bis 1235 an der Stelle des Stiftes „St. Georg“ errichteten Wahrzeichens, dem Dom.

Seit 1827 ist Limburg Bischofssitz der gleichnamigen Diözese.

Bischof ist seit 1982 Dr. Franz Kamphaus, Weihbischof ist seit 1978 Gerhard Pieschl. Militärseelsorger in Diez wurde er am 1. Juni 1968.

Und zum Militärdekan wurde er im Januar 1973 berufen.

Als Standortpfarrer in Diez wechselte er im Juli 1975 nach Koblenz ( bis 7. September 1977 ).

Am Fuße des Domes befindet sich mit der Limburger Altstadt eines der geschlossensten mittelalterlichen Stadtbilder, das in Deutschland erhalten geblieben ist.

Bestimmt wird das Bild der Altstadt durch die dem 13. bis 18. Jahrhundert entstammenden Fachwerkbauten mit ihren oft figürlichen Schnitzereien.

Während der noch immer andauernden Sanierungsmaßnahmen konnte auch eines der ältesten Fachwerkhäuser aus dem Jahre 1289 freigelegt und nach Befund restauriert werden:

Das gotische Haus Römer 2-4-6, das den Status eines nationalen Denkmals inne hat.

Der dreißigjährige Krieg hinterließ in der Stadt erhebliche Spuren. Die Bevölkerung, die schon erheblich zurückgegangen war, zählte vielleicht noch 1000 Einwohner.

1792 begann im Gefolge der französischen Revolution der wohl größte Invasionskrieg der Neuzeit. 1803 erfolgte die Reichsdeputation und die Enteignung der kirchlichen Besitztümer. Zu erwähnen ist ferner noch, dass in der vorgenannten Zeit trotz der Kriegswirren und Verschuldung der Stadt 1768 ff. die Straße nach Koblenz, Frankfurt und Köln gebaut wurde ( heutige Bundesstraßen )

Während der Revolutionskriege ( 1792 -1797 ), vor allem in der „Schlacht bei Diez – und Limburg“ am 14. / 15. September 1796 wurde die Brückenvorstadt zerstört.

In den letzten Jahren der "Befreiungskriege" wurde bereits zwischen 1808 und 1810 die Lahn so weit ausgebaut, dass sie auch von größeren Schiffen benutzt werden konnte.

1818 wurde damit begonnen, die Stadtmauer und insbesondere die Stadttore und Mauertürme abzureißen. 1819 erfolgte dann die Aufhebung der Zünfte.

Im letzten Jahrhundertviertel baute man Limburg zu einem neuen Knotenpunkt aus. Durch die Bahnlinie nach Frankfurt ( 1877 ) und nach Wiesbaden ( 1894 ) war die Stadt wichtigster Eisenbahnknotenpunkt des damaligen Unterlahnkreises geworden. Die Einwohnerzahl wuchs von 5797 im Jahre 1880 auf 8920 im Jahre 1900.

1939 wurde in der sog. Reichskristallnacht die Synagoge zerstört und das Eigentum jüdischer Bürger vernichtet. Der Zweite Weltkrieg ( 1939 – 1945 ) ist auch an Limburg nicht spurlos vorüber gegangen. Limburg erlebte am 19.04.1944 seinen ersten Bombenangriff dem zehn weitere folgten.

Die Altstadt wurde wie durch ein Wunder nicht zerstört ( während des entscheidenden Angriffs wurden die Markierungsbomben durch einen Sturm abgetrieben ). Am 27.3.1945 rückten die Amerikaner ein; die deutschen Truppen zerstörten die alte Lahnbrücke und die Autobahnbrücke.

In den 60-er Jahren wurde nach Maßnahmen gesucht, um die Probleme bezüglich des hohen Verkehrsaufkommens in den Griff zu bekommen. So wurde im Jahre 1968 westlichen der alten Lahnbrücke eine neue Brücke errichtet und für den Verkehr freigegeben. In folge dieser Maßnahmen wurde im Jahre 1982 der Schiede -Tunnel eröffnet

Im Jahre 1995 wurde der Bau der ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt begonnen; am 4.12.1997 wurde sodann der Limburger Tunnel getauft ( Barbaratunnel ) und im Sommer 2002 fuhr der erste ICE von Frankfurt nach Köln bzw. von Köln nach Frankfurt.

 

 

 


 Stand: 03 / 08 )