Hier wird nicht nur über die

 ehemaligen Transporteure

 berichtet, sondern auch über alles,

was mittelbar oder auch unmittelbar mit

 ihnen  zusammengehangen hat

oder auch hängt,

soweit Neuigkeiten und Änderungen bekannt

 werden.

 

 

 

„Die Ersten im Transport“,

die 4./ Transportbataillon 370

oder auch:

"Wir waren immer da, wenn man uns brauchte".

von

Oberstabsfeldwebel a. D. Franz Prox

 

Die Geschichte einer Kompanie - Von Andernach bis Diez

Von 1956 bis 2003

 

( Zuerst bedanke ich mich bei:

Günter Weinheimer, Wolfgang Haffner, Claus Himburg und vielen anderen Ungenannten für die Mitarbeit und die Überlassung von Textbeiträgen, Fotos und anderen Materialien.

Sollte ich weitere Beiträge und Ergänzungen erhalten, werden sie selbstverständlich eingearbeitet.)

 

 

 

Im September 1956 ergingen die ersten Einberufungsbescheide an das zukünftige Kaderpersonal für das Quartiermeistertransportbataillon 914, aus dem dann auch die heutige 4./ Transportbataillon 370 hervorging.

Die Ausbildung des zukünftigen Personals für das Bataillon sollte ab 05. November 1956 in Andernach an der Quartiermeistertruppenschule erfolgen.

Der eigentliche Aufstellungsort für das Bataillon scheint zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen zu sein.

Ab 02. November 1956 meldeten sich dann das Vorauspersonal und ab 05. November 1956 die ersten Freiwilligen als Kaderpersonal für das Quartiermeistertransportbataillon 914, das spätere Transportbataillon 370 und das Quartiermeisternachschubbataillon 907, das heutige Nachschubbataillon 310.

Da diese zwei Nachschubverbände die einzigen waren die zu dieser Zeit über Voraus - und Kaderpersonal verfügten, waren das Transportbataillon 370 und das Nachschubbataillon 310 die ältesten Nachschubverbände der Bundeswehr.

Als Kaserne in Andernach diente ein, im zweiten Weltkrieg für die ehemalige deutsche Luftwaffe erbautes Lazarett, durchweg alles gut erhaltene Holzbaracken, die für die Bundeswehr neu eingerichtet wurden.

Der Komfort bestand aus Zentralheizungen in allen Zimmern. In den Waschräumen und in einigen Einzelzimmern gab es warmes und kaltes Wasser.

Obwohl die Kasernenanlage recht groß war, war der Platz für Außendienste wie z. B. Sport oder Schießausbildung recht beengt. Besser war es mit den Unterrichtsräumen bestellt.

Ausreichend Platz bot auch der große Speisesaal im Wirtschaftsgebäude. Für eine gute Küche sorgte damals Oberstabsfeldwebel Best. Eine Spezialität des Hauses war sein „Freitagsmenu a la Best“, bestehend aus Walfischfleisch mit besonderen Gemüsezugaben.

Hausherr und Kasernenkommandant war der Kommandeur der Quartier-meistertruppenschule, Oberst Wehrle.

Während eines so genannten „Truppenlehrgangs“, der bis zum 31. Januar 1957 dauerte, machten die ersten „Transport - und Nachschubsoldaten“, fast ausschließlich Soldaten der alten Wehrmacht, vom Schützen bis zum Bataillonskommandeur, ihre Grund - und Spezialausbildung.

Nur die wenigsten der neuen Transport - und Nachschubsoldaten hatte in der „alten“ Wehrmacht etwas mit Versorgung zu tun gehabt.

Sie waren ehemalige Infanteristen, Panzermänner und Reitersoldaten, Artilleristen, Pioniere u. a. m., ein Sammelsurium verschiedenster Truppengattungen, aus dem echte Versorger werden sollten.

Am zweiten Tag wurden die zukünftigen Versorger eingekleidet, die Mode war „Mausgrau im Eisenhower - Look“, die Jacke nannte man „Affenjäckchen.“

Und dann die Tarnanzüge. Sie machte alle Soldaten gleich, denn die Reibungsgeräusche der Hosenbeine beim Marschieren waren beim Major, als auch beim Schützen gleich laut zu hören.

Die Schrank - und Stubenordnung war wie in der alten Wehrmacht; und wie hieß es so schön:

 „Anzug und Mantel auf die Bügel, Schuh und Stiefel auf den Rost.

Wäsche kantig und ohne Hügel, Geld und Wertsachen hinter`s Schloss.

Bei der Butter keinen Kamm und beim Appell die Meldung stramm.

Dies ist der Spind des Schützen Schramm.“

Da es noch keine Bundeswehrausbildungsvorschriften für die „neue“ Nachschubtruppe gab, wurde einfach nach dem bewährten „Wehrmachts - Reibert“ ausgebildet.

Und da saßen sie auf der Schulbank: Männer mit zum Teil ergrautem und auch schon gelichtetem Haar. Sie erlernten Gliederung, Bewaffnung, Ausrüstung und Aufgaben der Bundeswehr, der Quartiermeistertruppe und des Quartiermeistertransportbataillons. Dazu kam Sportausbildung, Formaldienst und viele, viele Stunden Geländedienst.

Der Erwerb des Führerscheins der Bundeswehr wurde meist nach Dienst im Raume Andernach durchgeführt. Die ersten Kraftfahrzeuge waren LKW 5 t MAN ohne Lenkhilfe mit Stockschaltung.

Sehr interessant und oftmals auch amüsant war die Ausbildung an den amerikanischen Waffen durch amerikanisches Ausbildungspersonal. Hier führte oft die „Methodik der Ausbildung“ durch Ausbilder und Dolmetscher an Rifle, Karabiner M 1 oder der Bazooka bei den „alten Hassen“ zum Schmunzeln. Sehr willkommen waren die vielen Praxis bezogenen Erkundungsfahrten, die überwiegend in der Eifel stattfanden, brachten sie doch Abwechslung in das Kasernenleben. Vor allem war es der damalige Major Meffert, bei den Soldaten respekt- und liebevoll „Papa Emil“ oder auch „Old Meff“ genannt, der es immer wieder verstand, die Geländeerkundungen lehrreich durchzuführen.

Nach Beendigung des Truppenlehrgangs war als Aufstellungsstandort für das Bataillon Zweibrücken vorgesehen.

Am 17. November 1956 fanden dann erste Verhandlungen mit den Amerikanern und der Stadt statt.

 

Am 16. Dezember 1956 war es dann soweit. Das Vorkommando  unter der Führung von Oberleutnant Pauli traf in der Kreuzberg - Kaserne ein. Der Rest des Kaderpersonals unter der Führung des Bataillonskommandeurs, Major Meffert, wurde am 04. Februar 1957 von  Andernach nach Zweibrücken verlegt .

Hier erfolgte dann die eigentliche  Aufstellung der restlichen Kompanien des Bataillons.

Nach neueren Erkenntnissen war die heutige  4./ Transportbataillon 370 die erste Kompanie, die aus dem Kaderpersonal gebildet wurde.

Alle Kompanien des Bataillons wurden nach den Assen des Kartenspiels benannt.

Die Quartiermeistertransportkompanie 947, die heutige 4./ Transportkompanie 370, wurde zur „Herz – As – Kompanie“.

Infolge der Umgliederung des Heeres wurde am 01. Juni 1960 aus dem Quartiermeistertransportbataillon 914 das Transportbataillon 310.

Auf Grund von Platzmangel in der Kreuzberg - Kaserne für die Vielzahl der Transportkraftfahrzeuge verlegte das Bataillon im Januar 1959 in die Niederauerbach - Kaserne.

Zwar war man hier auch sehr beengt, man musste sich die vorhandenen Unterkunftsgebäude mit französischen Truppen teilen, aber trotzdem konnte man sich ein wenig mehr ausbreiten.

Mit der Aufstellung von neuen Truppenteilen im III. Korps wuchs der Bedarf an Betriebsstoff.

Daher wurde die schwere Betriebsstofftransportkompanie 317 ( die spätere 5./ TrspBtl 370 ) am 01. April 1959 von Zweibrücken nach Diez verlegt und dort dem Materialbataillon 310, dem späteren Nachschubbataillon 310, unterstellt.

Im Mai 1963 musste das Bataillon schon wieder seinen Namen ändern. Es wurde zum Transportbataillon 370.

Die Kompanie hieß: mittlere Transport Kompanie 374

1963 ging die Zeit des Bataillons in Zweibrücken zu Ende.

Anfang 1963 war die Verlegung des Bataillons nach Hermeskeil in den Hochwald das Gesprächsthema Nummer 1.

Neue Informationen aus vergangenen Tage.

Zu Forschungszwecken trat man an mich heran und wollte etwas über das Verhalten der Bundeswehr im allgemeinen während der Zeit der  Krise in der Tschechoslowakei 1968 wissen. Hier mein Bericht, den ich dem Interessenten gegeben habe, für alle zur Information .

Viel kann ich  nicht berichten, da logischer Weise die „hohe“ militärische Führungs- und Informationspolitik weitgehend an einer „kleinen“ Kompanie vorbei ging.

Aus meinen Erinnerungen und der Chronik der 4./ Transportbataillon 370.

Die Kompanie war als eine echte Transportkompanie, damals in Hermeskeil disloziert und als solche auch pausenlos im Einsatz ( 1968: ~ 900 000 km ).

Im Juni 1968 war das Bataillon und somit auch die Kompanie, im Rahmen des Manövers „Rollbahn“  zur Unterstützung der 5. Panzerdivision im norddeutschen Raum, im Raume Nienburg - Bohlsehle, eingesetzt. Schon während des Manövers gingen Gerüchte um, dass das Bataillon wohl länger von Hermeskeil weg sein wird.

Vom 01. – 10. 07. 1968 war das Bataillon auf dem TrÜbPl Schwarzenborn. Der S 3 des Btl, Major Gerhard Stroth, war öfters bei der Kompanie und äußerte immer wieder, dass die Kompanie viel zu tun bekommt. So musste sie auch schon während des ÜbPl – Aufenthaltes Transportaufträge durchführen, wie, wo, was, weiß ich allerdings nicht mehr ganz genau. Es waren jedoch meist Transporte von Munition. Diese wurde, wie ich mich erinnern kann, aus den Munitionsdepots Staffel und Merenberg geholt. Wo sie hin transportiert wurde weiß ich nicht mehr.   Schon währen des ÜbPlatz – Aufenthaltes wurden wir durch unsere Vorgesetzten informiert, dass in der CSSR die „Kacke am dampfen“ ist. Wir wussten also schon Bescheid, um was es geht. Unmittelbar nach Ende Schwarzenborn, wir waren schon wieder im Standort  Hermeskeil, wurden von Hermeskeil aus vermehrt Transporte durchgeführt. Hauptsächlich wurde Munition, aus Rheinböllen und Weitersbach, Zweigdepot von Rheinböllen ( Rhaunen ) geholt und  zu Einheiten der 5. PzDiv transportiert, die im Raum Hannover – Schwarmstedt  Verfügungsräume bezogen hatten ( welche Einheiten weiß ich nicht ). So um den 19. 08. lud die Kompanie noch mal in Rheinböllen um die 500 t Munition und verlegte ( auch noch andere Einheiten des Bataillons, voll beladen ebenfalls mit Munition und Betriebsstoff ) nach Bolsehle am Steinhuder Meer. Die TrspKfz blieben bewacht, die Wache war mit scharfer Munition ausgestattet, voll beladen im VerfgRaum stehen. Bis 15. 09. lag das Transportbataillon 370 im Raum Steinhuder Meer,  in seinen Verfügungsräumen.

Die letzten TrspKfz der Kp ( Feldwebel Zimmer, Fritz ) kehrten erst Anfang / Mitte Oktober nach Hermeskeil zurück.

Ab 15. Juli  1963 begann für die Kompanie die Verlegung.  Am 30. 06.  war der Umzug abgeschlossen. Offiziell hielt das Bataillon dort am 12. September 1963 seinen  Einmarsch.

Da die Transportwege zu den Versorgungseinrichtungen und zu den zu versorgenden Truppenteilen einfach zu weit waren, wurde die 4./ Transportbataillon 370, beginnend im Juni 1974 nach Diez  in die Freiherr – vom – Stein – Kaserne verlegt.

Somit war das Bataillon getrennt und diese Trennung sollte bis 1993 andauern.

Erst im Zuge Umgliederung der Bundeswehr in die Heeresstruktur 5 wurde das  Bataillon wieder vereint.

Neuer Standort ab 01. April 1993 wurde für das Bataillon, mit der 1. bis 6.  Kompanie  ebenfalls die Freiherr - vom - Stein - Kaserne in Diez.

Gleichzeitig mit der Verlegung nach Diez wurde in Montabaur als eine neue Kompanie die 7./ Transportbataillon 370, als Schwerlasttransportkompanie für den Transport von Großgerät, aufgestellt und in Hermeskeil die Nachschubausbildungskompanie 16/III aufgelöst.

Diez war nun mehr der dritte Standort des Bataillons und die Garnisonsstadt war um etwa 500 Soldaten „reicher“.

Durch die Umgliederung des III. Korps, dem das Bataillon bisher unterstellt war, änderte sich das alte Unterstellungsverhältnis.

Das Bataillon und somit auch die Kompanie gehörten ab September 1993 zum Nachschubregiment 5 in Schwalmstadt.

Noch einige Anmerkungen.

Am 23. Juni 2001 feierte das Transportbataillon 370 und somit auch die Kompanie den 45. Geburtstag. Das Fest wurde groß gefeiert und bot auch zahlreiche Highlights für jung und alt.

Leider muss man aber auch feststellen, dass sich die Offiziellen des Bataillons und der Kompanien herzlich wenig um die Ehemaligen ihrer Einheiten kümmerten.

So blieben sie meist unter sich.

Auch von Unfällen blieb die Kompanie nicht verschont.

Nur zwei von etlichen will ich hier zeigen. Beide geschahen im September 1977 während der Übung " Standhafte Chatten" und einer, sich direkt anschließenden Transport- und Versorgungsübung, mit dem Nachschubbataillon 5, Wetzlar.

Wenn diese Unfälle auch spektakulär aussehen, sie gingen relativ glimpflich aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlussbemerkungen

Die Kompanie wurde am 26. 03.  2003 endgültig aufgelöst.

Damit endet  die Geschichte der 4./ Transportbataillon 370.

Das hat Feldwebel d. R. Günter Weinheimer und Oberstabsfeldwebel a. D. Franz Prox veranlasst, zuvor die vorhandene „Urchronik“ für und im PC, für die Übertragung auf CD zu bearbeiten.

Die Vergangenheit dieser Einheit wird dann nur noch im militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam verfügbar sein.

Die letzten Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel zeigten keine Interesse mehr für die Historie der Kompanie. Eine der wenigen Ausnahmen ist der letzte Kompaniefeldwebel, Hauptfeldwebel Christoph Etz. Ansonsten fehlen seit 1994 fast alle Daten und Aufzeichnungen.

Aber etwas positives muss hier noch angeführt werden.

Als Stabsfeldwebel Franz Prox am 01. Juni 1986 die Kompanie verließ und zum Stab Nachschubbataillon 310 als S 2 Offizier versetzt wurde, rief Oberfeldwebel Wolfgang Haffner ein jährliches Treffen für die Ehemaligen ins Leben.

So trafen sich seit 1986 fast regelmäßig viele ehemaligen Unteroffiziere und Offiziere mit „Kind und Kegel“ jährlich um ihrer alten Kameradschaft und Verbundenheit sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Einige Jahre sogar noch mit der Hilfe der Kompanie bzw. auch des Bataillons.

Seit 1997 jedoch war auch dieses Programm zu Ende.

Im September 2004 wird jedoch auf Wunsch einiger Kameraden in einigen Räumen der Justizvollzugsanstalt Diez  wieder ein Treffen organisiert.

Der Standort Diez wurde zu einer „logistischen Steuerstelle“ der Bundeswehr hier unter der Führung des neu aufgestellten Logistikregiment 46.

Ihm sind Verbände aus Diez, Speyer, Montabaur, Idar – Oberstein und Walldürn unterstellt.

Das Regiment besteht nicht nur aus Heeres-, sondern auch aus Luftwaffensoldaten . Viele ehemalige Angehörige des Transportbataillons 370 traten in das LogRgt über, mußten aber teilweise die Uniform wechseln.

Bis Ende 2004 soll die komplette Aufstellung und die geplante Dislozierung für die Freiherr - vom - Stein - Kaserne abgeschlossen sein.

Ab Anfang 2005 sollen dann auch die ersten Auslandseinsätze erfolgen.

 


Wie ehemalige Angehörige unserer Kompanie immer noch an Ihre „alte“ Einheit denken, soll das folgende  Mail zeigen.

 

Hallo noch Mal, 

ja der Segreto das war,

glaube ich ein Halbitaliener? Da hatten wir aber noch einen Koch in der Kompanie

dem wir einmal bei unseren Transportfahrten ein Spanferkel "besorgt" hatten. Auf dem Faun waren damals über 100 Kästen Bier und Limo.

Der Fanfarenzug wurde Anfang April 1968 gegründet. Den Fanfarenzug leitete StUffz Baschab. Außerdem wurde noch ein Spielmannzug gegründet, den leitete StUffz Gölzer

Auch eine Fußballmannschaft wurde wiederbelebt, die gab es aber schon offensichtlich länger. Ein Sieg über die damalige Partnerkompanie der Franzosen in Petit Roselle war Pflicht.

Ich werde gleich einmal meine Fotokiste sichten, da sind noch einige Fotos von der damaligen Zeit.

"Ich erinnere mich"....der Schleuderfilter war immer ein heikles Thema!!!

Ich hatte den 67er 908335 nicht den 334

Dr Alois Six der den 68 er fuhr, lebt heute in Reinsfeld. Wir beide hatten damals viele Einzeltransporte gefahren und hatten die meisten transportierten Tonnen und Km.

In dieser Zeit war auch der Überfall auf das MunDepot in Bexbach.

Unsere Kompanie hatte Wache in unserem Depot zu dieser Zeit!

Bis bald Reinhard Schramm

 

Von: Franz Prox <franz_prox@t-online.de>
An: Reinhard Schramm <vistaplaya@yahoo.de>
Gesendet: Sonntag, den 15. März 2009, 15:13:56 Uhr
Betreff: AW: Trsp.Bat.370

 

Wau, mich „triffts“ hart.

Muss alles erst verdauen.

Natürlich interessieren mich die Bilder, werde sie dann auf jeden Fall in unsere Homepage geben.

Den 908334 hat später der OGefr Löwen gefahren.

Die Waldkegelbahn und die Bratwürstchen in Blackborn hat der Gefreite Emanuelo Segreto gemacht.

Werde nächste Woche genauer antworten.

Vorläufig, Tschüss, Franz genannt Tom Prox der Rächer der Enterbten.

 

Von: Reinhard Schramm [mailto:vistaplaya@yahoo.de]
Gesendet: Sonntag, 15. März 2009 17:05
An: franz_prox@t-online.de
Betreff: TrspBatl370

 

Hallo Herr Prox, 

ich habe gerade im Internet gegoogelt und bin erfreulicherweise auf die Seite des 4.Trsp.Bat.370 gestoßen.

Ich war in der Zeit von 1.3.1968 bist 20.6.1969 als Fahrer in diesen Bataillon und habe die "heiße Phase" damals mitgemacht.

Der damalige Kompaniechef Hauptmann Abraham ist mir noch gut in Erinnerung auch sein Nachfolger Major Bunzel.

Ich spielte auch damals im beschriebenen Fanfarenzug unter Leitung StUffz. Baschab (1 Minute Applaus= 1 Tag Sonderurlaub)

Mein Zugführer war StUffz Gölzer.

Ich hatte damals den 10 t Faun Nr 67 übernommen (KZ 908 335) und meist als Beifahrer Uffz. Latz

Wir waren damals viel auf Achse in Norddeutschland ( Steinhudermeer mit Munition und Treibstofftransporten.

Auf dem Schießplatz "Blackborn City"  ( Schwarzenborn ) verloren wir damals unseren Kameraden Gefr. Schreiner durch einen Autounfall. Ich saß damals mit im DKW Munga.

Wir hatten unser Biwak in einem Wald bezogen. Hauptmann Abraham sorgte dafür, dass ein 10 Tonner mit "erfrischenden Getränken" bereitstand.

Aus dieser Zeit habe ich auch noch einige Fotos. Vielleicht wären diese interessant?

Mein Fahrlehrer war Uffz. Schmalzl.

Sie waren in unserer Kompanie als Tom Prox bekannt

Heute lebe ich auf den Kanaren und hatte auch schon Besuch von einem ehemaligen Kameraden hier ( Gefr.Six Fahrzeug Nr. 68 )

 

Ja so klein ist die Welt, dank Internet.

Ich wünsche ihnen noch einen schönen Sonntag

Sonnige Grüße Gefreiter der Reserve Reinhard Schramm

 

 

( Fotos folgen noch )


 

 

 

Neues von den Diezer Logistiktruppen

Artikel - Auszug: Rhein – Lahn – Zeitung: 17. 01. 2005

 In kürzester Zeit für den Einsatz bereit

 Familienberatung in der Freiherr – vom – Stein - Kaserne –

30 Soldaten starten nach Indonesien

 

DIEZ. Die Soldaten der Freiherr – vom – Stein - Kaserne sind jetzt Teil einer internationalen NATO-Einsatztruppe und somit innerhalb von wenigen Tagen bereit zum Einsatz in Krisengebieten.

Am Samstag wurden Soldaten und ihre Angehörigen über mögliche Einsätze und die Betreuung der Angehörigen während dieser Zeit informiert.

Bereits am Dienstag, nach nur einer Woche Vorbereitungszeit, werden 30 Soldaten nach Indonesien aufbrechen, um im Sanitätszentrum in Banda Aceh Logistikarbeiten zu übernehmen.

Gut ein Jahr lang bereitete man sich bundesweit auf die Aufgaben in der internationalen NATO - Eingreiftruppe vor, in dem Deutschland und die Niederlande in den kommenden sechs Monaten die Führung übernehmen werden.

Jetzt können über 4000 deutsche Soldaten in Rekordzeit in Krisengebiete verlegt werden.

Die 1100 Soldaten des Logistikregiments 46 aus den Kasernen Diez und Walldürn, übernehmen den logistischen Teil in Banda Aceh.

 

Die "'Nato Response Force"

 

Das Logistikregiment 46 gehört zur „NATO – Response – Force“.

Die "Nato Response Force" ist eine schnelle Eingreiftruppe der NATO, die als Reaktion auf die Terroranschläge in New York gegründet wurde.

Mit bis zu 21000 Soldaten aus allen NATO-Mitgliedsstaaten ( davon 4000 aus Deutschland und 1100 aus Diez und Waldürn ) ist sie global einsetzbar und schnell verlegbar.

Mögliche Einsatzgebiete sind humanitäre Hilfe, Evakuierungen oder Embargoüberwachungen.

 


                                                                                                            

Nachtrag

Wir schreiben den 20. 06. 2004. Es gibt doch noch etwas über die "verschwundene" Kompanie zu berichten.

1965 wurde auf Initiative des damaligen Kompaniechefs, Oberleutnant / Hauptmann Jürgen Abraham durch den Geschäftszimmerunteroffizier Herbert Baschab ( später Hauptmann ) ein Fanfarenzug gegründet / aufgestellt.

Dieser Fanfarenzug war weit über die Grenzen von Hermeskeil heraus wegen seines Könnens bekannt und geschätzt. Sehr viele Aufführungen und Einsätze bei öffentlichen Umzügen, Volksfesten, Musikschauen waren, man kann fast sagen, an der Tagesordnung.

Etwa 1970 wurde der Fanfarenzug unter dem Nachfolger von Hauptmann Abraham, Hauptmann Eduard Bunzel, aufgelöst.

Die Instrumente wurden an ein Heeresmusikkorps in Hilden abgegeben, die schlechten wurden ausgesondert. Eine Fanfare wurde "gerettet" und war immer im Besitz des damaligen Schirrmeisters, Franz Prox.

In ihren letzten Lebensjahren war die Laurenburg ( zwischen Diez und Nassau gelegen ) unter ihrem letzten Kompaniefeldwebel, Hauptfeldwebel Christoph Etz, Traditionstreffort der Kompanie.

Der Burgbesitzer, Horst Wienand, ein Freund der Bundeswehr, hat in der Burg eine kleine Militariasammlung. Ihm gab ich die "gerettete"  Fanfare  als "letzte Reliquie" der Kompanie für seine Sammlung.

Somit ist die Kompanie für die Besucher und Gäste der Burg immer up to date.

 

 

 

 

Das Bild ist aus einem Presseartikel. Man sieht, die "Reliquie" der Kompanie hat einen sichtbaren Ehrenplatz genau in der Bildmitte.

 

 

Seit Auflösung der Kompanie ist die Burg Traditionstreffort der Reservistenkameradschaft Limburg, in der auch Ehemalige der Kompanie Mitglieder sind.

1962, wahrscheinlich schon vorher, wurde in Zweibrücken ein Kegelclub gegründet. Seit dieser Zeit existiert er ununterbrochen. Meistens kegelten nur die aktiven Unteroffiziere und Offiziere. 1986 ging der "Club der Aktiven" schlichtweg "baden".

Durch "Ehemalige Unteroffiziere und Offiziere" wurde er jedoch weiter am "Leben gehalten". Zwar traten ihm auch "Fremde" bei, er behielt jedoch den Namen "Ehemalige Unteroffiziere und Offiziere", wenn auch dieser Namen später den "Aktiven" der Kompanie nicht passte.

Dieser "Club" "haut" mindestens einmal im Jahr den eingespielten Gewinn "auf den Kopf".

Hier sieht man einen Teil des heutigen "Kegelclubs" Ehemalige Unteroffiziere - Offiziere 4./ Transportbataillon 370 auf der Kegelbahn 3  im Kasino der Freiherr - vom - Stein - Kaserne in Diez.

Das Spiel, was gerade gespielt wird heißt: "Bayrisches Kartenkegeln".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wollen uns nicht hervortun, aber für die Ehemaligen des Transportbataillon 370 scheinen die Werte der Tradition keine leere Worthülse zu sein.

Immer wieder fällt es auf, dass sich "Alte", auf welcher Ebene auch immer, treffen.

So ein kleines Treffen fand am 28. 11. 2004 statt.

In Bad Neuenahr - Ahrweiler fanden sich mit ihren Frauen zusammen:

Hptm a. D. Walter Schön, ehemals Truppenversorgungsbearbeiter, Hauptmann a. D. Peter Roth, ehemals "Spieß" der 1./ Transportbataillon 370 und Oberstabsfeldwebel a. D. Franz Prox, ehemals "Spieß" der 4./ Transportbataillon 370.

Nach einem ausgiebigem "weißt Du noch, damals und was macht der ?" bei Schöns zu Hause und einem prima Mittagessen im "Brauhaus" gings zum Weihnachtsmarkt in die historische Altstadt von Ahrweiler.

 

 

 

 

 

 

Ja ihr lieben Leute, im September 2007 fand das Treffen: Prox - Hummer - Schön - Roth wieder statt.

Diesmal in Diez.

Es begann mit einem kleinen Frühstück, das leider aus Zeitmangel ein wenig verkürzt werden musste.

Danach besichtigten wir das Schloss Oranienstein. Nach einem prima Mittagessen in Limburg und einer Besichtigung der Altstadt mit Dom, fuhren wir zum Nachmittagskaffee nach Laurenburg.

Der schöne Tag schloss mit einer Besichtigung der Laurenburg ab.

 

 


Zusätzliche Informationen

1. Ich habe verschiedene, umfangreiche Chroniken erstellt.

Die Chronik der Kompanie, des Transportbataillon 370 und des Nachschubbataillon 310 auf CD kann von Interessenten angefordert werden. ( 5.- € )

E - Mail: franz_prox@t-online.de

2. Alle drei Chroniken wurden vom militärischen Forschungsamt in Potsdam zur Erforschung der Bundeswehr, übernommen.

Inhalte sind erschienen in: "Das Heer 1950 - 1970"

Militärgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam, S. 249; Oldenbourg Verlag München: 2006

 

 

3. Betr.: Treffen der Ehemaligen am 10. 09.  und 11. 09. 2005

Liebe Ehemalige, ich grüße Euch.

Seit 1986 haben wir uns, fast jedes Jahr getroffen.

2005 jedoch das letzte Mal.

Die letzte „Schlacht“ ist geschlagen.

Und wie man mir sagte, war es erfolgreich.

Das haben wir vor allem den Kochkünsten von Michaela und Wolfgang zu verdanken.

Auch der Kuchen von Fred "Feuerstein" war wieder absolute Klasse und wie immer, hat er zuviel gebacken.

Auch dieses Jahr hat Detlef ( Euler ) den richtigen Weg zu uns gefunden.

Trotzdem das Treffen mangels Teilnehmermeldungen auf einer „kleinen“ Flamme gekocht wurde, haben sich doch noch ca. 25 Ehemalige eingefunden. So zu sagen, der harte Kern.

Leider ließen einige nichts von sich hören. Zumindest abschreiben hätten sie gekonnt. Unhöfliche Feiglinge.

Die Spitze und das sei unbenommen, brachte die Hauptspeise, die Wolfgang organisiert hatte. 

Einfach himmlisch. Ihm gebührt mein, unser außerordentlicher Dank.

Aber dieses Treffen war endgültig das Letzte.

Für die paar Hartgesottenen lohnt einfach der Aufwand nicht mehr.

In Zukunft wir sich der harte Kern privat treffen.

So haben wir es ausgemacht.

Wir "Organisatoren" danken all denen, die immer teilgenommen haben, weil sie nicht nur von Kameradschaft geredet, sondern sie gezeigt haben.

 

Günter, Wolfgang und Franz

 

Und jetzt folgen noch einige Bilder des Treffens:

 

 

Wolfgang beim Bruzzeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie "feiern" das Ende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Häuflein der Unentwegten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um doch die Erinnerung an "alte" Zeiten ein wenig wach zu halten, drei Bilder aus vergangenen Tagen:

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, liebe Leute.

Wo sind sie eigentlich geblieben, die angeblich so treuen Seelen ?

Nun denn, jedes Ding hat einmal ein Ende.

Stand: 04 / 2009